Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automatisierung und Integration als Wachstumsmotor

09.03.2005


Mit einem Ergebnis von 1.077 Mrd. EUR erzielte der Siemens Geschäftsbereich “Automation and Drives” das bisher beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 34 Prozent. Ausschlaggebend für den Boom war die hohe Nachfrage in den Bereichen Fertigungs- und Prozeßindustrie sowie der Gebäude-Elektroautomatisierung in den weltweiten Wachstumsregionen. Dies gilt insbesondere für Asien.

... mehr zu:
»TIA »Tip

“Einer der ausschlaggebenden Gründe für diesen Erfolg ist sicher unser nachhaltiger Umgang mit Ressourcen für Forschung und Entwicklung”, erläutert Helmut Gierse, Vorstandsvorsitzender des Bereichs “Automation and Drives” der Siemens AG. Bei A&D nehme Innovation unabhängig von allen Konjunkturzyklen eine hohe Priorität ein. Wenn man Gierse genauer zuhört, klingt das beinahe, als würde er sich vor dem Traualtar befinden. “In guten wie in schlechten Zeiten investieren wir jährlich etwa sechs Prozent vom Umsatz in Innovation”, versichert der Manager. Im vergangenen Geschäftsjahr seien dies 554 Mio. Euro gewesen.

Mit TIA und TIP den “richtigen Riecher” gehabt


Ein Schlüsselfaktor des Erfolgs dürfte die langjährige Expertise des Unternehmens auf dem Gebiet der voll integrierten Automatisierungslandschaft sein. Und auf diesem Sektor hatte Siemens bereits vor rund 25 Jahren den “richtigen Riecher”. Gierse erinnert sich: “Während früher Produkte isoliert voneinander entwickelt und dann jeweils separat an die Abnehmer gebracht wurden, hatten wir Anfang der 80er Jahre bereits Systeme entwickelt”. Ab 1996 habe das Unternehmen unterschiedliche Produktlinien für die Fertigungs- und Prozesautomatisierung einschließlich der Antriebstechnik auf der Basis “Totally Integrated Automation” (TIA) zusammengeführt. Vier Jahre später sei “Totally Integrated Power” (TIP) für die Schalt- und Installationstechnik gefolgt.

“Auf der Grundlage von TIA und TIP setzen wir die technologischen Trends, indem wir unseren Kunden über unser gesamtes Produktportfolio eine horizontal und vertikal voll integrierte Automatisierungslandschaft zur Verfügung stellen”, verdeutlicht Gierse. Dies gelte für ein branchenweit einzigartiges Spektrum, das sich vom Feldgerät über die industrielle Kommunikation, den Antrieb und die Schalttechnik bis hin zur Prozessleittechnik erstrecke.

Alle neuen Produkte werden bei Siemens “Automation and Drives” bereits in der Entwicklungsphase auf die vorhandene Basis ausgerichtet. Diese Vorgehensweise gestattet es, über die Kompatibilität zusätzliche Funktionen für die Kunden zu erschliessen. Ein Beispiel hierfür liefert die Automobilindustrie: “Jede Automobilproduktion ist ein komplexes System ineinander übergreifender Komponentenfertigungen und Montagen”, erläutert Gierse. Dies gelte zum Beispiel für die Rohbaufertigung. Bei einem Mittelklassewagen bestehe diese aus etwa 150 einzelnen Fertigungszellen. “Bisher waren in jeder Zelle die Safety- und Steuerungsfunktionalität gesondert installiert, was zu einem hohen Verdrahtungs- und Energieaufwand geführt hat”, sagt Gierse. Mithilfe des firmeneigenen Competence Centers sei es indessen gelungen, ein Automationskonzept zu entwickeln, das diese beiden Funktionen in Profisafe integriere. Damit hätten sich Aufwand und Kosten pro Zelle um rund 5000 EUR reduziert.

Ein durchgängiges System für eine Vielzahl von Aufgaben

Ein anderes Beispiel liefert das amerikanische Chemieunternehmen Air Products, das unter anderem Industrie-, Prozess- und Spezialgase für Industrie und Handel produziert. Mit knapp 20.000 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern und einem Umsatz von 7.7 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr zählt Air Products zu den großen “Global Players” auf dem Markt.

“Wir konnten den Anforderungen dieses Kunden mit einem maßgeschneiderten TIA-Angebot so gut entsprechen, dass er uns zum bevorzugten Lieferanten für seine weltweiten Aktivitäten wählte”, freut sich Gierse. Auswahlkriterien wie integrierte Sicherheit, Offenheit und Skalierbarkeit könnten von dem Prozessleitsystem PCS7 in Kombination mit dem TIA-Portfolio in beinahe idealer Weise erfüllt werden. Damit sei Air Products weltweit über alle Geschäftsfelder in der Lage, ein durchgängiges System für eine Vielzahl an Aufgaben zu nutzen.

Rolf Froböse | Siemens A&D
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Berichte zu: TIA Tip

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt kräftig
30.10.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spin-Strom aus Wärme: Neues Material für höhere Effizienz

20.11.2017 | Physik Astronomie

Satellitenbilder zur Erfassung von Biodiversität nur bedingt tauglich

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Fall aus dem Datenrettungslabor – USB Sticks mit fehlerhaften Angaben

20.11.2017 | Unternehmensmeldung