Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kreditrating von Spezialkunden diskutieren

01.03.2005


Die Ergebnisse seiner neuesten Studie stellt der Wismarer Professor Dr. Jost Kramer in Heft 10/2005 der Reihe der Wismarer Diskussionspapiere vor. Die Hochschule Wismar informierte bereits seit 2002 auf ganz unterschiedliche Weise über Verfahren der Kundenbeurteilung durch Banken, in der Öffentlichkeit unter den Schlagworten "Basel II" und "Rating" bekannt.



Prof. Kramers Antrittsvorlesung im November 2002 stand bereits im Zeichen der Besonderheiten beim Rating von Krankenhäusern. Der erste Unternehmerstammtisch der Hochschule Wismar hatte sich ein Jahr später überaus erfolgreich dem Thema "Basel II Rating - Chancen und Risiken für den Mittelstand" gewidmet. Im Focus der Diplomarbeit des Studenten Andreas Strelow stand die Gesamtbanksteuerung in einer kleinen Bank. Auch diese Arbeit erschien im Oktober 2004 als Heft 8/2004 der Wismarer Diskussionspapiere.

Nun möchte Prof. Kramer die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in eine weitere Richtung dieser Thematik lenken. Seiner Meinung nach konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf die Kreditversorgung insbesondere der mittelständigen Wirtschaft, für die von den verschiedenen Banken auf Statistik beruhende Beurteilungsverfahren entwickelt worden sind. In diesem Zusammenhang gerät allerdings leicht außer Acht, dass der Mittelstand nicht nur aus gewerblichen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen besteht. Auch Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, verschiedene Nonprofit-Organisationen, landwirtschaftliche Unternehmen und nicht zuletzt Existenzgründer zählen in wirtschaftlicher Hinsicht zum Mittelstand. Bei all ihrer Verschiedenheit ist ihnen gemeinsam, dass ihre Bilanzen sich vom Aufbau und der Struktur von "typischen" Unternehmen deutlich unterscheiden. Deshalb ist es aus Prof. Kramers Sicht fraglich, ob die derzeitigen Ratingsysteme die Besonderheiten von "untypischen" Unternehmen auch adäquat erfassen.


Hier setzt Professor Jost W. Kramers neueste Publikation an. Er hat die Banken in Mecklenburg-Vorpommern befragt, wie sie heute und in Zukunft derartige Kunden hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit beurteilen wollen. Seine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass derzeit hier noch erhebliche Unterschiede zwischen den Banken bestehen, Unterschiede, die sich zwar verringern, die aber keineswegs ganz verschwinden werden. Darüber hinaus wird es gerade für die eher untypischen Unternehmen besonders notwendig, sich sorgfältig auf Kreditverhandlungen vorzubereiten: Sie müssen nicht nur die Entwicklung des eigenen Unternehmens darstellen und erläutern können, sondern darüber hinaus auch fachkundige Fragen zum Ratingsystem ihrer Hausbank stellen können. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Besonderheiten des Unternehmens falsch beurteilt werden und sich in zu hohen Kreditzinsen niederschlagen.

Heft 10/2005 der Wismarer Diskussionspapiere kann entweder über den Buchhandel bestellt oder unter http://www.wi.hs-wismar.de/fbw/aktuelles/wdp/0510_Kramer.pdf im Internet kostenlos herunter geladen werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Jost W. Kramer, Tel.: (03841) 753 441 bzw. E-Mail: j.kramer@wi.hs-wismar.de.

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de
http://www.wi.hs-wismar.de/fbw/aktuelles/wdp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie