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Aktienmärkte verlieren Schwung

25.02.2005

Die internationalen Aktienmärkte tendierten in den letzten Tagen überwiegend schwächer. Viele Anleger versuchten offenbar, die Gewinne der vergangenen Handelswochen zu realisieren. Zu den wieder aufflammenden Sorgen um Ölpreis und Verteuerung weiterer Rohstoffe kamen einige enttäuschende Konjunkturnachrichten. So hat sich der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts im Februar überraschend deutlich verschlechtert. Zu einer Rallye kam es dagegen bei Pharmawerten nach der milliardenschweren Übernahme von Hexal und Eon Labs durch Novartis. Davon profitierten auch Titel wie Schering, Merck, Altana oder Stada.

Die Enttäuschung über den neuen ifo-Index rückt nun die Sorge um die globale Wirtschaftsentwicklung wieder stärker in den Mittelpunkt. Die Volkswirte der Commerzbank erwarten, dass zwar die US-Konjunktur in diesem Jahr leicht an Schwung verlieren wird. Und auch für Euroland war eine Abschwächung im 4. Quartal 2004 zu registrieren, doch deuten die vorlaufenden Indikatoren bereits wieder auf eine wirtschaftliche Belebung hin. Dies gibt Aktien eine solide fundamentale Absicherung. Aufgrund vielfach günstiger Bewertungen dürften die Chancen am deutschen Aktienmarkt überdurchschnittlich gut sein. Privatanlegern empfiehlt die Bank vor allem die Aktie der Deutschen Telekom zum Kauf.

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Bei hohen Umsätzen haben die europäischen Rentenmärkte ihre Korrektur fortgesetzt. Die Commerzbank erwartet im Jahresverlauf sowohl bei US-Treasuries als auch bei Bundesanleihen weiter steigende, im historischen Vergleich aber immer noch niedrige Renditen. Im zweiten Halbjahr 2005 dürfte die Verzinsung zehnjähriger Staatsanleihen bei knapp 5% in den USA sowie bei rund 4% im Euroraum liegen. Anleger sollten angesichts der absehbaren Kursrisiken auf Nummer sicher gehen und Anleihelaufzeiten zwischen zwei und vier Jahren bevorzugen. Auch Dollar-Positionen in kurzlaufenden Papieren sowie britische Anleihen mittlerer Laufzeit erscheinen interessant.

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