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"Fallmanagement" senkt Krankenhauskosten

17.07.2001


Kooperation von GesundheitScout24 mit dem Softwarehaus msg systeme bietet erstmals in Deutschland ein "Medizinisches Versorgungsmanagement"

Jährlich fallen über 100 Milliarden Mark Krankenhauskosten an. Wiederholte und oftmals unnötige Untersuchungen können momentan noch zu Lasten aller Krankenversicherten abgerechnet werden. Mit dem computergestützten Erfassungssystem "Kolumbus" und der Dienstleistung des Medical Service Center ist dies nicht mehr möglich. Schon vor einem Krankenhausaufenthalt kann die ärztliche Versorgung koordiniert geplant werden, ohne unnötige Wartezeiten auf Kuren oder Rehabilitationsmaßnahmen. Auf diese Weise profitieren sowohl die Kostenträger durch verringerte stationäre Kosten als auch der Patient durch eine verbesserte Abstimmung der medizinischen Versorgung.

Jedes Jahr werden in Deutschland 16 Millionen Menschen im Krankenhaus ärztlich versorgt. Die Praxis zeigt, dass häufig genug Patienten über das Wochenende hinaus im Krankenhaus verweilen, ohne ärztliche Untersuchung oder notwendige Versorgung, und am folgenden Montag Morgen entlassen werden. Diese Kosten können mit dem Kooperationsprojekt zwischen GesundheitScout24 und msg systeme minimiert werden. Dazu werden die Mitarbeiter des Call Center von GesundheitScout24 regelmäßig im Krankenhaus anrufen, um sich über den aktuellen Gesundheitszustand des Patienten zu informieren. Sind beispielsweise in anderen Spezial-Kliniken weitere Operationen nötig, werden diese koordiniert. Auch anfallende Nachsorge, häusliche Pflege, Rehabilitationsmaßnahmen oder Kuren werden organisiert, sobald diese Maßnahmen absehbar sind. Damit wird der Patient entlastet, die organisatorischen Aufgaben erbringen Dienstleister. Dr. Michael Monka, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen der msg systeme betont: "Wir sind durch diese Zusammenarbeit in der Lage, für jede deutsche Krankenversicherung eine individuelle Lösung im Gesundheitsmanagement anzubieten. Die operative Durchführung erfolgt durch medizinisches Fachpersonal im Medical Service Center des GesundheitScout24. Die msg systeme bietet das Konzept und die dazugehörige Software an."

Case Management

Der Grundgedanke der Fallsteuerung besteht darin, diejenigen Diagnosen je Krankenhaus und Abteilung zu identifizieren, bei denen eine deutlich erhöhte Verweildauer oder auch erhöhte Fallzahl gegenüber den bundesweiten Durchschnittswerten festgestellt wird. Lassen sich diese Auffälligkeiten nicht auf eine gesteigerte Morbidität der behandelten Patienten bzw. auf eine spezielle und heilungsintensivere Behandlungsmethode zurückführen, besteht das Ziel dieser Form des Fallmanagements darin, den Fall so zu betreuen, dass administrative Fehlleistungen als Grund für eine überlange Verweildauer und häufige Wiedereinweisungen ausgeschlossen werden können.

Die Fallmanager des GesundheitScout 24 betreuen jeden Patienten individuell. Zunächst wird die Diagnose, beispielsweise ein Bandscheibenvorfall, in die Datenmaske des Computersystems "Kolumbus" eingegeben. Das System zeigt dem Fallmanager an, wann er Kontakt zum Krankenhaus aufnehmen soll, um Informationen über die Bandscheiben-Operation zu erhalten. Auch mögliche Komplikationen, die den Krankenhausaufenthalt verlängern, werden erfasst. Basierend auf Erfahrungswerten, die "Kolumbus" liefert, wird sich der Fallmanager frühzeitig um die Organisation einer Rehabilitationsmaßnahme kümmern. Der nahtlose Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich entlastet auch die Kliniken, die durch das Fallmanagement weniger Verwaltungsaufgaben wahrnehmen müssen. Patienten, die eigentlich keine Krankenhauspflege mehr benötigen, werden so auch rechtzeitig entlassen. Die freiwerdenden Betten können effizienter belegt werden.

Im Bereich der Fallpauschalen sieht das aber ganz anders aus. Hier ist zu beobachten, dass Patienten zu früh aus den Krankenhäusern entlassen werden. Dadurch werden vermehrt ambulante Leistungen in Anspruch genommen. Die Folge: Leistungsausgaben der Leistungsträger steigen. Verfrühte Entlassungen führen ebenfalls häufig zu Wiedereinweisungen und damit wiederum zu Kostensteigerungen im stationären Krankenhausbereich.

Durch ein gezieltes Case Management ist es möglich, diesen Problemen entgegenzuwirken. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass deutschlandweit die Kostenträger damit 4,8 Milliarden Mark im Jahr einsparen können.

Die kooperative Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus ist bei dieser Vorgehensweise ein zentraler Aspekt. Die Krankenhäuser müssen Vorteile von dieser Vorgehensweise haben. Es ist zu beobachten, dass die Akzeptanz der Kliniken hierzulande zum Thema Fallmanagement ständig zunimmt. Voraussetzung: Es muss für die Klinik deutlich werden, dass damit auch eine Effizienzsteigerung bei organisatorischen Abläufen in ihrem eigenen Haus zum Wohle der Patienten erreicht wird.

msg systeme gmbh ist ein IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen, das IT-Lösungen für verschiedene Wirtschaftsbranchen anbietet. Im Gesundheitswesen ist msg systeme Partner in der Entwicklung und Integration von Softwareapplikationen. msg systeme ist ein branchenorientiertes, unabhängiges Unternehmen mit Standorten in Deutschland, Österreich, Schweiz und USA.

GesundheitScout24 ist eine Tochtergesellschaft der Scout24-Gruppe, die in vielen Ländern Europas Online-Marktplätze in wichtigen Lebens- und Konsumbereichen besitzt und betreibt. In den Branchen Automobil, Finanzen, Immobilien, Job, Gesundheit, Partnerschaft und Shopping bieten die Scout24-Marktplätze einen breiten Marktüberblick und ermöglichen Vergleiche der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Das Traffic-Netzwerk der Scout24-Gruppe verzeichnet derzeit über 175 Millionen Seitenabrufe und rund 21 Millionen Besuche pro Monat.

Herausgeber

GesundheitScout 24 GmbH, Neumarktgalerie, Zeppelinstraße 1, 50667 Köln

msg systeme gmbh, Max-Planck-Straße 40, 50354 Hürth, Angela Knipp, Tel.: 02233-9721-134

Angela Knipp | ots

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