Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und gelebte Unternehmenskultur bringen Wettbewerbsvorteil für Handwerksbetriebe

08.02.2005


Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung



Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur sind im deutschen Handwerk ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Die Wissenschaftler hatten 175 Betriebe aus ganz Deutschland unter die Lupe genommen, die sich für den "Handwerks-Preis 2005" beworben haben. Die Studie belegt, dass Unternehmen, die sich gesellschaftlich stark engagieren auch wirtschaftlich erfolgreich sind.

... mehr zu:
»IfM »Unternehmenskultur


"Qualität am Markt, in der Unternehmenskultur und -führung sowie in der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung sind das Erfolgsrezept für das deutsche Handwerk", sagte der wissenschaftliche Leiter der Studie, Dr. Gunter Kayser vom IfM. Die Untersuchung zeige, dass gerade Handwerksunternehmen mit diesen Merkmalen in den vergangenen drei Jahren unter schwierigen Wettbewerbsbedingungen gewachsen sind. Fast alle untersuchten Betriebe hätten in dieser Zeit neue Märkte erschließen können, immerhin 26 Prozent hätten den Weg in die Auslandsmärkte geschafft. Diese Quote liege im Vergleich mit dem gesamten Mittelstand mehr als doppelt so hoch, sagte Kayser.

Mehr als zwei Drittel der Bewerber verfügen über eine schriftlich niedergelegte Unternehmensphilosophie, die von den Mitarbeitern mitgestaltet und gelebt wird. Alle Betriebe sind aktiv im Bereich der Personalentwicklung und praktizieren anerkannte Methoden zur Mitarbeitermotivation und -bindung. Zudem sichern und steuern sie die Qualität ihrer Unternehmensabläufe. Zur Stärkung ihrer Innovationskraft wird oft eine enge Kooperation mit Hochschulen und Technologiezentren gesucht.

Die Untersuchung zeigt, dass die aktive Wahrnehmung gesellschaftlicher Verpflichtungen für die meisten Handwerksbetriebe zu den selbstverständlichen unternehmerischen Aufgaben gehört. Drei von vier Betrieben engagieren sich nicht nur hin und wieder sondern dauerhaft für ein gesellschaftliches Anliegen im sozialen, künstlerisch-kulturellen oder sportlichen Bereich. Viele Betriebe fördern ganz bewusst die Sozialkompetenz ihrer Mitarbeiter, die auch im Umgang mit den Kunden immer wichtiger wird. Insbesondere die Leistungen im Bereich der Ausbildung sind vorbildlich.

Kayser sieht in den Ergebnissen der Studie ein deutliches Signal für das übrige Handwerk und den gesamten deutschen Mittelstand. Die untersuchten Betriebe zeigten, dass Innovation ein Schlüssel zum Erfolg ist. Allerdings müssten Produkt- und Prozessinnovationen mit einer gelebten Unternehmenskultur und gesellschaftlicher Verantwortung in Einklang gebracht werden.

Der "Handwerks-Preis 2005" wird am 16. Februar 2005 von der Bertelsmann Stiftung und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Kooperation mit impulse in Berlin verliehen. An der Preisvergabe nehmen unter anderen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel teil.

Rückfragen an: Martin Spilker, Telefon: 0 52 41 / 80-40283

Julia Schormann | idw
Weitere Informationen:
http://www.bertelsmann-stiftung.de

Weitere Berichte zu: IfM Unternehmenskultur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise