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Leichte Erholung an den Aktienmärkten

04.02.2005


Die internationalen Aktienmärkte zeigten sich in dieser Börsenwoche meist von ihrer freundlichen Seite. Einige europäische Aktienindizes erreichten zuletzt sogar neue Jahres- bzw. Mehrjahreshochs, während die US-Indizes derzeit etwas hinterher hinken. Nach der erneuten Anhebung des Leitzinssatzes in den Vereinigten Staaten um 25 Basispunkte auf mittlerweile 2,5%, verbunden mit der Ankündigung, dass die Geldpolitik weiter maßvoll gestrafft werden solle, dürften die Bremsfaktoren für die amerikanischen Börsen vorerst jedoch beseitigt sein. Zuversicht verströmen auch die aktuellen Unternehmensberichte, die überwiegend von einem guten Geschäfts- und Gewinnverlauf sprechen. So konnte die weltgrößte Internet- Suchmaschine Google im Vergleich zum Vorjahr den Umsatz verdoppeln und den Gewinn sogar verachtfachen. Geprägt wird das Geschehen weiterhin auch durch großvolumige Übernahmen und Fusionen. Nach der Bildung des größten Konsumgüterherstelles der Welt aus der Verbindung von Procter&Gamble und Gillette entsteht nun ein neuer Telefonriese durch den beabsichtigten Kauf von AT&T durch SBC Communications.

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Die Anlageexperten der Commerzbank erwarten eine weiterhin stabile Verfassung der Aktienmärkte. Sie wird unterstützt durch tendenziell sinkende Rohölpreise. Dabei sollten - wie schon in den letzten Wochen - europäische Aktien besser abschneiden als amerikanische. Privatanlegern empfiehlt die Bank die Aktie von Volkswagen zum Kauf.

Die europäischen Rentenmärkte tendieren weiter recht fest, auch wenn der Bund-Future die Marke von 120 Punkten nicht ganz halten konnte. Dies könnte zwar der Vorbote einer lange erwarteten Korrektur sein. Allerdings senken die rückläufige Inflationsrate und der hohe Außenwert des Euro die Gefahr einer deutlichen Trendwende. Auch die jüngsten Konjunkturindikatoren wie Unternehmervertrauen und Einkaufsmanagerindex vermitteln kein einheitliches Bild. Anleger sollten in dieser Situation auf Nummer sicher gehen und Laufzeiten zwischen zwei und vier Jahren bevorzugen. Auch Dollar-Positionen in kurzlaufenden Anleihen können aufgebaut werden.


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