Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ausbildung in drei neuen kaufmännischen Dienstleistungsberufen ab 1. August 2001 möglich

10.07.2001


Am Wachstum des Dienstleistungssektors lassen sich die Strukturveränderungen der deutschen Wirtschaft eindrucksvoll ablesen. Dieser Sektor spielt auch für die Beschäftigung eine immer größere Rolle. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat seine Aufgabe, auch durch Schaffung neuer Berufe solche positiven Entwicklungen voranzubringen, erfüllt: Zum 1. August 2001 treten die Ausbildungsordnungen für drei kaufmännische Berufe in den Dienstleistungsbereichen Gesundheitswesen, Sport- und Fitnesswirtschaft sowie Veranstaltungswirtschaft in Kraft.

Bundeswirtschaftsminister Dr. Müller: "Ich sehe diese Berufe als große Chance für die Wirtschaft und die Auszubildenden. Deshalb appelliere ich an die Wirtschaft, für diese zukunftsträchtigen neuen Berufen Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen."

Die drei Berufe vermitteln gleiche Kernqualifikationen im Beratungs- und im kaufmännischen Bereich, um die Gemeinsamkeiten zu verdeutlichen. Darauf bauen die berufsspezifischen fachlichen Qualifikationen auf.

  1. Kaufleute im Gesundheitswesen
    Bei der Ausbildung der Kaufleute im Gesundheitswesen sind erstmalig kaufmännische und gesundheitsspezifische Qualifikationen kombiniert. Kaufleute im Gesundheitswesen übernehmen insbesondere die Aufgabe, bei der Entwicklung, Bereitstellung und Vermarktung von Gesundheitsdienstleistungen mitzuarbeiten und dabei auch auf Wünsche und Anforderungen von Kunden innerhalb und außerhalb des Betriebes sowie von Patienten einzugehen. Sie können vor allem in Krankenhäusern, Pflege-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, ärztlichen Organisationen und Verbänden, Rettungsdiensten sowie Verbänden der freien Wohlfahrtspflege eingesetzt werden.
     
  2. Sport- und Fitnesskaufleute
    Mit der Ausbildung zu Sport- und Fitnesskaufleuten wird es Verbänden, Vereinen und Betrieben in der Fitnesswirtschaft und in der kommunalen Sport- und Sportstättenverwaltung erstmals ermöglicht, ihren kaufmännischen Fachkräftenachwuchs passgenau heranzubilden. Dabei werden kaufmännische und sportspezifische Qualifikationen kombiniert. Sport- und Fitnesskaufleute gestalten z.B. Organisations- und Verwaltungsprozesse oder wirken bei der Entwicklung und Erarbeitung von Konzepten über Sport- und sonstige Dienstleistungsangebote mit.
     
  3. Veranstaltungskaufleute
    Das Qualifikationsprofil der Veranstaltungskaufleute ist weit gefasst und erlaubt einer großen Auswahl an Unternehmen, in diesem Beruf auszubilden. Dies können Dienstleistungsunternehmen sein, die der Veranstaltungsbranche angehören, oder Unternehmen der ausstellenden Wirtschaft sowie Bereiche der kommunalen Verwaltung. Der Ausbildungsberuf schlägt eine Brücke von umfassenden kaufmännischen Qualifikationen für den Dienstleistungssektor hin zu Fachqualifikationen. Veranstaltungskaufleute nehmen Aufgaben bei der Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen wahr und konzipieren, koordinieren und vermarkten zielgruppengerecht eigene und fremde Veranstaltungsdienstleistungen.

Die für die drei Berufe gemeinsame Rechtsverordnung ist am 28. Juni 2001 im Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 30, Seite 1262 veröffentlicht worden.

| Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de/Homepage/Ausbildungsberufe/Berufsanfaenger.jsp

Weitere Berichte zu: Fitnesswirtschaft Gesundheitswesen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise