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IW-Verbandsumfrage 2005 - Konjunkturfunke springt auf Investitionen über

29.12.2004


"Der begonnene wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland setzt sich im Jahr 2005 fort", fasst IW-Direktor Michael Hüther die traditionelle Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zusammen. Danach schätzen 22 der 43 befragten Wirtschaftsverbände die Stimmung in ihrer Branche zum Jahreswechsel 2004/2005 besser ein als vor einem Jahr. Weitere 13 Verbände sprechen immerhin von einer unveränderten Situation, und nur 8 Wirtschaftssparten beurteilen ihre Geschäftslage ungünstiger als zur vorherigen Jahreswende.

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Das Fundament für den erwarteten weiteren Aufwärtstrend bilde die nach wie vor expandierende Weltwirtschaft, die die deutschen Exporte antreibe, so Hüther. "Hinzu kommt allerdings eine allmähliche Erholung der Inlandsnachfrage, die vor allem von anziehenden Unternehmensinvestitionen, aber auch einem gegenüber 2004 etwas höherem Konsum getragen wird." Zwar seien die Euro-Aufwertung und hohe Ölpreise nicht zu vernachlässigende Konjunkturrisiken. Der alles in allem optimistische Blick auf das Jahr 2005 werde dadurch jedoch nicht grundlegend getrübt. "Gleichwohl kommt die deutsche Volkswirtschaft einer Lösung der strukturellen Probleme, insbesondere der hohen Arbeitslosigkeit, auch im neuen Jahr nicht näher", macht der IW-Direktor deutlich.

Produktion


- Mit 23 Wirtschaftsverbänden erwartet die Mehrzahl im kommenden Jahr verglichen mit 2004 eine etwas höhere Produktion bzw. einen leicht steigenden Umsatz der ihnen angeschlossenen Unternehmen.

- In 13 Wirtschaftszweigen wird keine wesentliche Veränderung des Outputs erwartet.

- Lediglich 8 Branchen rechnen mit einem leichten Produktions- bzw. Umsatzrückgang, darunter zum Beispiel die Bauwirtschaft, das Handwerk und der Handel.

Investitionen

Soll die konjunkturelle Belebung in der Bundesrepublik nachhaltig sein, dann muss der Exportfunke auch auf die Investitionstätigkeit im Inland überspringen. Die Anzeichen hierfür sind durchaus positiv:

- So planen die Unternehmen aus 17 Wirtschaftsbereichen im Jahr 2005 höhere Investitionen. Damit hält die 2004 in Gang gekommene Erholung der Ausrüstungsinvestitionen an. Mehr Mittel für Maschinen, Fahrzeuge und Geschäftsgebäude aufbringen wollen etwa der Maschinenbau, die Elektroindustrie, die Eisen- und Stahlindustrie sowie eine Reihe von Dienstleistungsbranchen.

- Weitere 19 Verbände gaben an, dass ihre Betriebe im neuen Jahr zumindest ebenso viel investieren werden wie zuletzt. Dies gilt beispielsweise für die Chemische Industrie, die Automobilbranche sowie für das Baugewerbe.

- Nur in 7 Sparten dürften die Investitionsbudgets im Vergleich zum Jahr 2004 nochmals knapper ausfallen - etwa im Handwerk und im Einzelhandel.

Beschäftigung

Die überwiegend günstigen Produktions- und Umsatzperspektiven sorgen 2005 allerdings noch nicht für eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt. Nur 2 der 43 befragten Verbände - die Informationswirtschaft sowie der Maschinen- und Anlagenbau - gehen von einem Beschäftigungsplus aus. Immerhin erwarten 22 Wirtschaftsbereiche, dass ihre Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter im kommenden Jahr konstant halten können. In 19 Sparten wird dagegen mit einem weiteren Personalabbau gerechnet. Dabei handelt es sich zumeist um Wirtschaftszweige, die überwiegend auf dem Inlandsmarkt tätig sind - wie zum Beispiel der Einzelhandel, das Handwerk und die Bauwirtschaft.

Dr. Michael Grömling | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.iwkoeln.de

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