Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Investitionen: Aufschwung für 2005 erwartet

27.12.2004


Bewusstsein um mangelndes Qualitätsbewusstsein und Investitionsstau


Der Aufschwung im IT-Bereich kommt - wenn auch auf leisen Sohlen. Die Mehrheit der österreichischen IT-Entscheider sieht jedenfalls für das kommende Jahr steigende Investitionsbereitschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Wiener PR-Consulter Temmel, Seywald und Partner in Kooperation mit UC4 Software. Nach der Beseitigung des Investitionsstaus im Hardwarebereich erwarten IT-Experten 2005 ein deutliches Plus vor allem bei Software.

Von den befragten IT-Experten prognostizieren rund 60 Prozent einen deutlichen Aufschwung. Rund 30 Prozent gehen davon aus, dass die IT-Budgets 2005 gleich bleiben werden, lediglich 10 Prozent rechnen mit einer verringerten Investitionsbereitschaft. Größere Zugewinne sind nach wie vor im Hardwarebereich zu erwarten, wo Geräte, die anlässlich der Y2K-Diskussion angeschafft wurden, am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und dringend erneuert werden müssen.


In weiterer Folge wollen die Unternehmen bei der Software aufrüsten. "Die Ergebnisse unserer Umfrage bestätigen unsere Prognosen aus dem Vorjahr: Trotz eines hohen Investitionsbedarfs war das Jahr 2004 eher schwierig. Für 2005 ist eine Erholung zu erwarten", meint Mag. Matthias Sturm, Consultant bei Temmel, Seywald & Partner, der die Umfrage für das Softwarehaus UC4 durchgeführt hat. http://www.uc4.at Jetzt geht es erst einmal darum, die Versäumnisse der letzten Jahre aufzuarbeiten.

Allgemeiner Trend zu Softwareinvestitionen

Insgesamt sehen 40 Prozent der Studienteilnehmer einen verstärkten Trend zu Investitionen im Software-Segment, vor allem dann, wenn diese mit Kosteneinsparungen einhergehen. An zweiter Stelle stehen mit jeweils 23 Prozent die Bereiche Hardware und IT-Sicherheit. Danach folgen Prozessoptimierung (17 Prozent), Storage-Lösungen (13 Prozent) und Netzwerke (10 Prozent). Ebenfalls im Trend, allerdings im unteren Bereich der Einschätzungen, stehen Themen wie Out- und (wieder) Insourcing, sowie mobile Anwendungen.

Aufholbedarf bei der Hardware

Diese allgemeine Einschätzung der befragten IT-Entscheider spiegelt sich jedoch nur teilweise in den tatsächlich geplanten Neuanschaffungen wider. Das Hauptaugenmerk liegt noch klar auf dem Hardwarebereich. Über 50 Prozent sehen hier Nachholbedarf und werden investieren, 37 Prozent der Unternehmen wollen ihre Software updaten. Eine Optimierung der IT-Prozesse steht bei 20 Prozent der Entscheider an, während an die 13 Prozent der Befragten Investitionen in den Bereichen Sicherheit, Internet und CRM-Lösungen planen. "Das Thema Sicherheit wird zwar allgemein als wichtig eingeschätzt, tatsächlich plant jedoch kaum ein Unternehmen Investitionen in diesem Bereich. Entweder sieht man in den eigenen Reihen den Bedarf gedeckt oder das Thema wird ignoriert", so Sturm.

Software muss sicher, stabil und zuverlässig sein

Im Software-Bereich steht das Thema Security als essentielles Anforderungskriterium wiederum hoch im Kurs. Bei einer Bewertung nach Schulnoten (1=sehr wichtig, 5=unwichtig) erreicht die Sicherheit gemeinsam mit Zuverlässigkeit und Stabilität die Höchstnote von 1,2. An dritter Stelle steht die Benutzerfreundlichkeit (1,3) gefolgt von Produktqualität und Funktionsweise (je 1,6). Weniger wichtig sind den IT-Entscheidern der Gesamteindruck (2,2) sowie Design und Dokumentation (je 2,3).

Mangelndes Qualitätsbewusstsein

Diesen Kriterien werden nach Angaben der Befragten auch im eigenen Unternehmen höchste Priorität eingeräumt. Gleichzeitig bemängeln 57 Prozent der Befragten das "mittelmäßige bis schlechte" Qualitätsbewusstsein in der Branche. Zu wenig Wissen und fehlende Nähe zu IT-Prozessen, sowie zu starke Preisorientierung werden als Gründe für Mängel genannt. "Er herrscht allgemeiner Konsens, dass das Thema Qualität und die Definition von verbindlichen Qualitätskriterien an Bedeutung gewinnen muss. Qualität ist vor allem im Softwarebereich ein sehr schwammiger Begriff, und es gibt nur wenige klar definierte Kriterien", erklärt der Studienautor.

Comeback des Internet

Steigende Wichtigkeit wird auch den Web Services eingeräumt. 80 Prozent der befragten Unternehmen glauben an einen Zuwachs in diesem Bereich, 59 Prozent wollen auch in webbasierte Dienste investieren. "Vor allem im B2B- aber auch B2C-Bereich, wie zum Beispiel Webshops, wird wieder verstärkt investiert werden. Diese Themen stehen allerdings erst nach Erledigung der Hausaufgaben an", sagt Sturm.

Mag. Ingrid Köchler | Temmel, Seywald & Partner
Weitere Informationen:
http://www.tsp.at
http://www.uc4.at

Weitere Berichte zu: Hardwarebereich IT-Investition

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik