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Ölboom oder Wirtschaftswunder? Perspektiven der russischen Wirtschaftsentwicklung

09.12.2004


Russland erlebt nun bereits im sechsten Jahr ein "Wirtschaftswunder". Die russische Volkswirtschaft ist seit 1999 um mehr als ein Drittel gewachsen. Deutschland kam dagegen in dieser Periode nur auf etwa sieben Prozent Wachstum. Was ist dran am russischen "Wirtschaftswunder?" Zur Analyse der russischen Wirtschaftsentwicklung veranstaltet die Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen am 16. und 17. Dezember 2004 eine Konferenz mit internationalen Experten.


Wissenschaftler und Praktiker vor allem aus Russland und Deutschland werden die Ursachen des Aufschwungs diskutieren und Perspektiven für die Nachhaltigkeit des aktuellen Wirtschaftswachstums entwerfen. Dabei sollen neben den rein wirtschaftlichen Aspekten auch politische und gesellschaftliche Faktoren in die Analyse einbezogen werden. Wer macht in Russland Wirtschaftspolitik? Inwieweit verhindern Rechtsunsicherheit und Korruption die Umsetzung von Reformen? Wer profitiert vom Wirtschaftswachstum und wie reagiert die Politik auf soziale Probleme?

Bei einem "Runden Tisch" wird zusätzlich diskutiert, wie sich der wirtschaftliche Erfolg mit einer zunehmend autoritären Politik unter Präsident Putin verträgt. Russlands Entwicklung ist derzeit durch zwei gegenläufige Tendenzen bestimmt. Auf der einen Seite werden Pluralismus und Bürgerrechte zunehmend eingeschränkt. Auf der anderen Seite ist Russlands Wirtschaftsentwicklung seit dem Amtsantritt von Präsident Wladimir Putin eine einzige Erfolgsgeschichte. Die Diskussion am Runden Tisch wird sich deshalb auch mit Russlands politischen Perspektiven beschäftigen. Sind autoritärer Stil und Wirtschaftswachstum auf Dauer vereinbar? Wird Putins zunehmender Autoritarismus die Wirtschaft wieder abwürgen? Oder wird andersherum die erstarkende Wirtschaft demokratische Reformen fördern? An der Diskussion nehmen unter anderem Dr. Stefanie Harter (Delegation der Europäischen Kommission in Russland ? Moskau), Dr. Grigori Jawlinski (Vorsitzender der Partei Jabloko - Moskau) und Senator Dr. Ulrich Nußbaum (Senator für Finanzen - Bremen) teil. Die Moderation übernimmt der Russlandexperte Professor Wolfgang Eichwede von der Forschungsstelle Osteuropa.


Die Konferenz ist eine geschlossene Veranstaltung. Interviews mit einzelnen Teilnehmern können auf Wunsch organisiert werden. Der Runde Tisch ist für Medienvertreter offen. Um Voranmeldung wird unter E-Mail: fsopr@uni-bremen.de gebeten. Der "Runde Tisch" findet am Donnerstag, 16. Dezember ab 19:30 Uhr im Hotel Munte am Stadtwald (Parkallee 299) statt.

Weitere Informationen:

Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
Dr. Heiko Pleines
Tel.: 0421 - 218 7890
Fax: 0421 - 218 3269
E-Mail: pleines@gmx.net

Angelika Rockel | idw
Weitere Informationen:
http://www.forschungsstelle-osteuropa.de

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