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Schwache Wirtschaftsdynamik zu Beginn des vierten Quartals

30.11.2004


"Der Großhandel startet mit einem unbefriedigenden Umsatzergebnis in das vierte Quartal. Deutschland verzeichnet derzeit keine höhere Wachstumsdynamik als im enttäuschenden dritten Quartal. Nachdem der Großhandel im umsatzstarken Vorquartal noch von steigenden Ausrüstungs- und Lagerinvestitionen im Produktionssektor profitierte, hängen wir nun wieder voll am inzwischen langsamer laufenden Motor der Weltwirtschaft." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute anlässlich der Veröffentlichung der Großhandelsumsatzzahlen durch das Statistische Bundesamt in Berlin.


Der Umsatzrückgang von 1,4 Prozent geht auf das schwächere Wachstum im Produktionsgüterhandel und überdurchschnittlich starke Umsatzrückgänge beim Konsumgüterhandel zurück. Der Produktionsgüterhandel erreichte einen Zuwachs der Umsätze von immerhin 3,6 Prozent. Enttäuschend entwickelten sich die Umsätze (plus 0,8 Prozent) insbesondere beim Handel mit Maschinen und Ausrüstungen. Beim Konsumgütergroßhandel gingen die Absatzzahlen nominal um 6 Prozent und damit ungewöhnlich hoch zurück. Der Handel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern - der sich insgesamt zwar schwankend, zuletzt allerdings wieder aufwärtsgerichtet präsentierte - brach mit einem Rückgang von 5,9 Prozent regelrecht ein.

"Ungeachtet der schwachen Dynamik der Binnenwirtschaft sind wir optimistisch, dass die Großhandelsumsätze in den letzten beiden Monaten des Jahres steigen werden. Der Produktionsgütergroßhandel profitiert auch weiterhin von hohen Exporten und dem soliden Aufschwung der Weltwirtschaft. Vom Konsumgüterhandel könnte mit dem Weihnachtsgeschäft erstmals ein Wachstumseffekt auf das Umsatzergebnis der gesamten Branche ausgehen", so der BGA-Präsident.


"Wir wünschten uns, dass Deutschland zukünftig nicht auf zufällige kalendarische Sondereffekte angewiesen ist, um zu wachsen. Dem stehen aber noch immer zahlreiche strukturelle Hindernisse wie der starke Anstieg der Staatsschulden im Weg. Die Bundesregierung muss endlich erkennen, dass sie die Struktur ihrer Einnahmen und Ausgaben grundlegend ändern muss. Konjunkturelle Schwankungen allein sind für den starken Anstieg des Defizits nicht verantwortlich", so Börner abschließend.

André Schwarz | BGA
Weitere Informationen:
http://www.bga.de

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