Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

100 Mio. EUR zur Förderung des französischen Mittelstands

25.11.2004


KfW Mittelstandsbank und Tochter der Banque du Développement des PME (BDPME) vereinbaren Globaldarlehen


Die französische Förderbank Crédit d’Equipement des Petites et Moyennes Entreprises (CEPME), ein Tochterunternehmen der BDPME, das sich zusammen mit Geschäftsbanken an Finanzierungen beteiligt, und die KfW Mittelstandsbank haben heute einen Globaldarlehensvertrag über 100 Mio. EUR abgeschlossen. Diese Mittel werden von der CEPME zur Finanzierung von Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen in Frankreich eingesetzt. In Frankreich sind etwa 60 % aller Erwerbstätigen im Mittelstandssektor beschäftigt, dessen Wertschöpfungsanteil 53 % beträgt und auf den 41 % der Direktinvestitionen (ohne Leasinggeschäfte) entfallen. Das Globaldarlehen der KfW Mittelstandsbank in Höhe von 100 Mio. EUR wird einen wesentlichen Beitrag zur Refinanzierung der Förderaktivitäten der CEPME leisten (Investitionen in Höhe von 1,3 Mio. EUR pro Jahr). Die Mittel aus dem Globaldarlehen sind für die Vergabe neuer mittel- und langfristiger Kredite im Jahr 2005 vorgesehen.

"Dieser Vertrag spiegelt die Kontinuität der langfristigen Zusammenarbeit zwischen der CEPME und der KfW wider und damit auch die guten deutsch-französischen Beziehungen", bewertet Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, den Vertragsabschluss. Beide Häuser blicken auf eine mehrjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. So hat die CEPME erstmals im Jahre 2000 ein Globaldarlehen der KfW erhalten, zwei weitere Verträge wurden 2001 und 2003 abgeschlossen. Die im Rahmen dieser drei Globaldarlehen gewährten Mittel mit einem Gesamtwert von 300 Mio. EUR wurden zur Refinanzierung von Investitionsprogrammen in 533 Unternehmen verwendet. Damit konnte ein Gesamtinvestitionsvolumen von nahezu 7 Mrd. EUR realisiert werden, wovon etwa 60 % auf den gewerblichen Immobilienbereich entfielen. Mit der heutigen Refinanzierungsvereinbarung beträgt die der CEPME von der KfW in Form von Globaldarlehen zur Verfügung gestellte Fördersumme insgesamt 400 Mio. EUR. Zur Förderung des europäischen Mittelstands stellt die KfW Mittelstandsbank europäischen Förder- und Geschäftsbanken Globaldarlehen zur Refinanzierung von Mittelstandskrediten bereit.


Die KfW hat diese Kooperationsform gewählt, um über die Einschaltung der jeweiligen Förderinstitute und Banken den nationalen Besonderheiten und Bedürfnissen in der Förder- und Finanzierungskultur der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten gerecht zu werden. Damit können die Finanzierungsbedürfnisse der Mittelständler gezielt berücksichtigt werden. Für Investitionen und Kooperationen mittelständischer Unternehmen verlieren nationale Grenzen in Europa zunehmend an Bedeutung. Deshalb richtet die KfW ihre Förderung auch europäisch aus. Neben deutschen Unternehmen erhalten damit auch Mittelständler der europäischen Partnerländer Zugang zu attraktiven Krediten, an deren Refinanzierung die KfW maßgeblich beteiligt ist.

Die KfW Bankengruppe vergibt bereits seit dem Jahr 2000 Globaldarlehen an lokale Förder- und Geschäftsbanken in Westeuropa, mit denen z. B. Ausrüstungsinvestitionen mittelständischer Unternehmen, Umweltschutzmaßnahmen oder auch Wohnungsbauvorhaben gefördert werden. Seit Juni 2000 wurden Refinanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von 5,5 Mrd. EUR mit Partnerbanken in nahezu allen westeuropäischen Ländern abgeschlossen.

Serviceteil:

Die CEPME wurde 1991 durch den Zusammenschluss dreier in der Mittelstandsförderung tätiger Kreditinstitute gegründet. 1997 wurden CEPME und der staatliche Kreditversicherer SOFARIS unter der Holding Banque du Développement des PME (BDPME) zusammengeführt, deren Anteilseigner zum 31.12.2003 der französische Staat (54,53 %), die Caisse des Dépôts et Consignations (43,69 %) sowie die Agence Française de Développement (1,78 %) waren. In Zusammenarbeit mit den Geschäftsbanken bietet die BDPME Finanzierungsbeteiligungen und Garantien an. Die CEPME stellt parallel zu den Darlehen der Geschäftsbanken mittel- oder langfristige Finanzierungsmittel (Kredite oder Leasing) für den französischen Mittelstand bereit und übernimmt bis zu 50 % der Investitionskosten. Auch im kurzfristigen Segment stellt die CEPME für kleine und mittlere Unternehmen Fördermittel zur Vorfinanzierung von Forderungen gegenüber großen öffentlichen oder privaten Auftraggebern zur Verfügung. SOFARIS ergänzt das Förderinstrumentarium der BDPME über ihre staatlichen Garantiefonds und unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Beschaffung von Eigenkapital.

Zur Ausweitung der öffentlichen Aufgaben der BDPME, insbesondere zur Förderung von Innovationen im Mittelstandsbereich, hat die französische Regierung im Oktober 2004 beschlossen, die Aktivitäten der BDPME und die der Agence Nationale de Valorisation de la Recherche (ANVAR), die nationale Agentur für die Verwertung von Forschungsergebnissen, zu bündeln. Die daraus entstehende neue öffentliche Einrichtung wird somit vier Geschäftsfelder umfassen: Innovationsförderung, Finanzierungsbeteiligungen, Garantien und Online-Dienste.

Nathalie Drücke | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: BDPME CEPME Globaldarlehen Refinanzierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer auf Rekordstand
29.01.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics