Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konjunktur - Fast vier von zehn Betrieben erwarten Produktionsplus

22.11.2004


Die deutsche Wirtschaft beurteilt ihre Lage insgesamt positiver als noch im Frühjahr 2004 und blickt recht zuversichtlich nach vorn. Der Arbeitsmarkt dürfte vom Aufschwung allerdings noch kaum profitieren. Dies ist das Ergebnis der Befragung von 1.534 Unternehmen in West- und Ostdeutschland durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Danach berichten in Ostdeutschland 35 Prozent der Firmen gegenwärtig von einem Produktionsanstieg; weitere 34 Prozent vermelden zumindest einen konstanten Output. In Westdeutschland sprechen sogar 41 Prozent der Unternehmen von einer wachsenden und nur 22 Prozent von einer schrumpfenden Produktion.

Den derzeitigen Schwung nehmen die Betriebe zum großen Teil ins kommende Jahr mit. Für 2005 erwarten 35 Prozent der ost- und 39 Prozent der westdeutschen Unternehmen ein Produktionsplus. Lediglich 25 bzw. 16 Prozent gehen von einer rückläufigen Herstellungsleistung aus. Im Osten rechnen vor allem die Vorleistungsproduzenten, im Westen die Investitionsgüterhersteller mit besseren Geschäften. Getragen wird der Optimismus weiterhin vom starken Export. Von allen befragten Betrieben haben 41 Prozent für das kommende Jahr steigende Ausfuhren auf der Rechnung, nur 10 Prozent befürchten sinkende Exporte. Sicherlich auch deshalb rechnen wieder mehr Firmen mit höheren als mit niedrigeren Ge-winnen (33 zu 28 Prozent) – zum Wohle des Investitionsklimas: Erstmals seit der ersten gesamtdeutschen IW- Umfrage im Jahr 2002 liegt der Anteil der Unternehmen, die ihre Investitionsbudgets ausweiten wollen, mit 27 Prozent über dem Anteil jener, die diese Ausgaben zurückfahren (23 Pro-zent). Trotz der wirtschaftlichen Belebung bleibt der Arbeitsmarkt allerdings schwach auf der Brust. Lediglich 18 Prozent der deutschen Firmen meinen, ihren Personalbestand 2005 aufstocken zu können.

Dr. Michael Grömling | IW Köln
Weitere Informationen:
http://www.iwkoeln.de/

Weitere Berichte zu: Konjunktur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie