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Digitales Fernsehen: Product Placement vor dem Boom?

09.11.2004


Wohin geht die Werbung beim digitalen Fernsehen? Vom VfB Präsidenten Erwin Staudt bis hin zu einem Gast aus Los Angeles werden sich namhafte Referente während eines Kongresses mit dieser Frage beschäftigen, den die Hochschule Nürtingen und die Andreas Waldner GmbH am 17. November in Nürtingen veranstalten. Vor allem geht es darum welche Stellung die Werbeformen Product Placement, Programming und Medienkooperationen künftig im digitalen Fernsehen einnehmen werden.



Das digitale Fernsehen wird bis 2010 in Deutschland voll ausgebaut sein. Mit der digitalen Technik können die Zuschauer individuell Informationen abrufen. Per Knopfdruck lassen sich Marken und Produkte in einem Sendeformat auflisten und online bestellen. Herkömmliche TV-Spots werden dann deutlich an Reichweite verlieren. Das neue Geschäftsmodell Interaktives Product Placement iPP macht dann aus dem Fernsehen nicht mehr nur einen Kommunikations- sondern auch einen Vertriebskanal.

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Diese sogenannten Medienkooperationen befinden sich in einer rechtlichen und medienpolitschen Grauzone. Noch immer ist beispielsweise das Product Placement nach den deutschen Gesetzen im Fernsehen nicht erlaubt, wenn es "Schleichwerbung" ist. Die Praxis zeigt aber, dass es als Requisitengeschäft dennoch stattfinden kann. Dies zeigen auch die Ergebnisse der Erhebung zum "Product Placement Monitor 2004", die während der Veranstaltung vorgestellt werden. Die Untersuchung wurde an der Hochschule Nürtingen durchgeführt. Danach rechnet die Hälfte der Automobilhersteller mit einer steigenden Bedeutung des interaktiven Product Placement. 86% der befragten Hersteller kann sich vorstellen, diese Technik zu nutzen.

Die Veranstaltung in Nürtingen wird Tendenzen zeigen und einen Überblick über die Werbung in den Sendeformaten des digitalen TV geben.

Zu den Referenten gehören neben Erwin Staudt, dem Präsidenten des VfB Stuttgart; Stacy L. Jones, Creative Entertainment Services, Los Angeles; Prof. Wolfgang H. Pappler, Product Placement International Wien. Von der Hochschule Nürtingen wird Frau Professor Dr. Iris Ramme während des Kongresses sprechen.

Gerhard Schmuecker | idw
Weitere Informationen:
http://www.andreas-waldner.de

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