Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Commerzbank ordnet Investment Banking neu: Integration mit Großkunden zu Corporates & Markets

09.11.2004


Die Commerzbank wird ihre Investment Banking-Aktivitäten neu ordnen und mit den rund 100 Multinationalen und bis zu 80 großen Firmenkunden mit regelmäßiger Nachfrage nach Kapitalmarktprodukten unter dem Dach eines Bereichs Corporates & Markets zusammenführen. Der neu formierte Bereich steht im Vorstand unter der Verantwortung von Nicholas Teller.

Ziele des neuen Geschäftsmodells sind eine geringere Abhängigkeit von den Schwankungen an den Finanzmärkten und eine kräftige Verbesserung der Ergebnisse. Deshalb wird sich die Commerzbank künftig noch stärker auf rentables, kundenorientiertes Kerngeschäft konzentrieren und sich gleichzeitig von nicht-profitablen oder verlustbringenden Aktivitäten trennen oder diese beschneiden. Hierzu gehören vor allem der Eigenhandel oder die Bereiche Brokerage und Research, die künftig primär auf deutsches Geschäft ausgerichtet werden. Auf der anderen Seite werden kundenbasierte Produktlinien wie Derivate, strukturierte Produkte oder Risk-Management-Leistungen für Unternehmen ausgebaut.

Teil des Neustarts im Kapitalmarktgeschäft ist eine deutliche Anpassung der bisherigen Kapazitäten. Detaillierte Untersuchungen haben insbesondere gezeigt, dass die Bank regional zu breit aufgestellt ist. Deshalb wird die Tochtergesellschaft in Tokio, die Commerz Securities, geschlossen; in der New Yorker Einheit CCMC findet ein Abbau der Beschäftigten um rund drei Viertel statt.

Zwischen den beiden Hauptstandorten London und Frankfurt haben die Analysen einen Produktivitätsvorteil zugunsten Frankfurts aufgezeigt. Entsprechend umfangreicher fallen die effizienzsteigernden Maßnahmen und der Personalabbau in London aus, wo die Zahl der Mitarbeiter um knapp die Hälfte auf rund 300 verringert wird. Für Frankfurt mit seinen vergleichsweise effizienten Strukturen ist ein Abbau von lediglich 30 der aktuell 425 Beschäftigten vorgesehen. Alles in allem soll die Zahl der Beschäftigten im Front Office von derzeit 1275 um etwa 490 verringert werden. Hinzu kommen circa 410 Mitarbeiter in diversen Back Office-Funktionen.

Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller ist sich bewusst, dass dies harte Einschnitte sind. Er bezeichnete diese auf einer Pressekonferenz am 9. November 2004 jedoch als unerlässlich, um schnell wieder auf ein ausreichendes Rentabilitätsniveau zu kommen. Er zeigte sich überzeugt, "einen vernünftigen Mittelweg zwischen einem qualifizierten Produktangebot und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten gefunden zu haben."

Die Integration von Investment Banking und Großkundengeschäft geht einher mit einer teilweisen Neuverteilung der Ressortzuständigkeit im Vorstand: Martin Blessing übernimmt ab sofort die Verantwortung für die Mittelstandsbank und der vom Aufsichtsrat neu als Vorstandsmitglied bestellte Dr. Achim Kassow wird nunmehr für das Privatkundengeschäft zuständig.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.commerzbank.com

Weitere Berichte zu: Investment

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Hohes Niveau, aber leichter Rückgang
28.06.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index setzt Anstieg fort
22.06.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ultra-sensitiv dank quantenmechanischer Verschränkung

28.06.2017 | Physik Astronomie

Chemisches Profil von Ameisen passt sich bei Selektionsdruck rasch an

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie

28.06.2017 | Förderungen Preise