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Klima für Innovation in Mainz und Rheinland-Pfalz schaffen: Wissenschaft und Wirtschaft vernetzen sich

08.11.2004


Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens wird insbesondere durch die Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen erreicht. Hierzu ist es wichtig, dass Wissenschaft und Unternehmen einander näher kommen und auf dem Feld von Zukunftstechnologien konkrete Kooperationen und Transfermöglichkeiten ausloten. Vor diesem Hintergrund richten die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau mit der Innovations-Management GmbH und das Wirtschaftsdezernat der Stadt Mainz mit Unterstützung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) in Rheinland-Pfalz am Montag, 8. November, die Veranstaltung "Wissenschaft und Wirtschaft" zum Thema "Nanotechnologie - eine Schlüsseltechnologie mit wirtschaftlichem Potenzial" aus.



"Mit dieser Veranstaltung wollen wir Impulse für Innovationen zur Stärkung des Technologie- und Wirtschaftsstandortes Rheinland-Pfalz geben", erklärte der rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hans-Artur Bauckhage. Die Veranstaltung sei eine Plattform, um die vielfältigen Chancen der Nanotechnologie als Querschnittstechnologie für viele Branchen zu diskutieren. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen könnten davon profitieren. Gute Zukunftsperspektiven sieht Bauckhage z.B. in der Chemie, in der Medizin und Pharmazie, aber auch im Automobilbau, in der Energie, der Elekt-ronik, der Optik sowie in der Umwelttechnik.

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Mit der gemeinsamen Veranstaltung, so der Minister, solle der Prozess der Umsetzung von Forschungsergebnissen in konkrete Produkte und Verfahren weiter vorangebracht und möglichst viele Unternehmen im Land "mitgenommen" werden. "Die Tagung fördert eine noch stärkere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft und fügt sich daher gut in unsere Technologiepolitik ein. Sie schaffe die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und setze dabei auf anwendungsorientierte Forschungsinfrastruktur, Technologietransfer, technologieorientierte Gründungen und Förderprogramme.

Ziel der Veranstaltung ist es, ein Klima für innovative Unternehmungen in Mainz, Rheinland-Pfalz und dem Rhein-Main-Gebiet zu schaffen und Netzwerke zwischen Wissenschaftlern und Unternehmern zu bilden. Gerade die Nanotechnologie weist auch für kleine und mittelständische Unternehmen ein erhebliches Potenzial an zukunftsweisenden Forschungsergebnissen in den unterschiedlichsten Branchen auf, die eine hervorragende Basis für neue Methoden und Produkte bilden können. "Insbesondere auf diesem Gebiet profiliert sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit wissenschaftlicher Exzellenz und herausragender Spitzenforschung", so der Vizepräsident für Forschung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Volker Hentschel, "zudem engagieren sich in diesem Wis-senschaftszweig zahlreiche Forschergruppen anwendungsorientiert. Die Nanotechnologie eignet sich somit hervorragend für den Technologietransfer zwischen Universität und Wirtschaft."

Auf der Tagung "Wissenschaft und Wirtschaft" werden Referenten funktionierende Kooperationen als "best-practice"-Beispiele vorstellen und das wirtschaftliche Potenzial aufzeigen. "Forschungsergebnisse können die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens stärken, wenn Wissenschaftler und Unternehmer kooperieren und zukunftsfähige Ideen in Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umsetzen", erklärt der Wirtschaftsdezernent der Stadt Mainz, Franz Ringhoffer, "die Stadt Mainz fördert daher insbesondere die Kooperationen von Unternehmen mit den Hochschulen mit Blick auf die Schaffung zukunftsorientierter Arbeitsplätze." Denn der Transfer von Wissenschaft in die Wirtschaft sei nicht nur ein Angebot für große, sondern durchaus auch für klein- und mittelständische Unternehmen. "Gerade dort, wo man keine eigenen Kapazitäten hat, Forschung und Entwicklung zu betreiben, können Kooperationen zwischen den Unternehmen und der Wissenschaft die Wirtschaftskraft stärken", so Ringhoffer, "dass ich eine solche Win-Win-Situation als Wirtschaftsdezernent unterstütze, steht außer Frage und darf auch zukünftig von mir erwartet werden".

Hierzu sei es aber wichtig, dass sich die beiden Akteure näher kommen und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Transfers ausloten, erklärte der Landesvertreter des VDI in Rheinland-Pfalz, Prof. Dr.-Ing. Gunter Schaumann. Er führte weiter aus, dass "der VDI im Rahmen seines Kompetenzfeldes Nanotechnik eine Kommunikationsplattform bereitstellt für das auf diesem Gebiet besonders wichtige Zusammenwirken der Ingenieure und Wissenschaftler mit kleinen, innovativen Unternehmen, die Nutzen aus den zukunftsweisenden Möglichkeiten der Nanotechnologie ziehen wollen."

Die Veranstaltung "Wirtschaft und Wissenschaft" soll als Gesprächsforum für Wissenschaftler und Unternehmer mit weiteren Themen fortgeführt werden.

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mainz.de

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