Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Forscher auf den Spuren der Produktivität

04.11.2004


Die Europäische Kommission hat ein Konsortium von europäischen Forschungsinstituten damit beauftragt, die Produktivität in der Europäischen Union zu erforschen. Das DIW Berlin als Teil dieses Konsortiums wird verantwortlich sein für die Entwicklung von Produktivitätsmaßen für Deutschland und wird Analysen in den Bereichen Produktivität, Technologie, Arbeitsmarkt und Investitionen durchführen.


Forschungen in diesem Bereich sind von großer Bedeutung für eine bessere Beurteilung der von der EU in den Lissabon Erklärung formulierten Ziele. Darin hatten die Mitgliedsländer beschlossen, eine Reihe von strukturellen Reformen durchzuführen, um die EU zum dynamischsten und wettbewerbsstärksten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Bisher fehlten jedoch Instrumente für eine adäquate Beurteilung des Produktivitätswachstums, dessen Steigerung eines der wichtigsten Ziele der Lissabon Erklärung ist. Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts, welches durch das 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission mit 5 Millionen gefördert wird, ist die Analyse der Produktivität auf Branchenebene in den Mitgliedstaaten der Union, wie auch in den Vereinigten Staaten und in Japan, sowie Untersuchungen zu den Produktivitätsunterschiede zwischen den Ländern. Die Ergebnisse des Projekts werden beispielsweise besser erkennen lassen, in welchen Branchen einzelne Mitgliedstaaten Wettbewerbsvorteile haben, oder um wieviel die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöht werden müssen, um Wachstum zu stimulieren.

Das DIW Berlin ist Teil der Gruppe von 14 Forschungsinstituten in 10 europäischen Ländern. Das DIW Berlin hat in diesem Bereich eine herausragende Reputation, insbesondere durch seine Forschungen im Bereich der Kapitalstocks- und der Produktivitätsanalysen. Das Konsortium arbeitet zudem mit Instituten außerhalb Europas, wie beispielsweise der Harvard Universität (USA) und der Keio Universität (Japan) zusammen. Damit wird ein Beitrag für eine bessere Vergleichbarkeit der Produktivität im weltweiten Maßstab geleistet.


Kontakt:

Prof. Dr. Bernd Görzig, DIW Berlin, tel. +49 30 89 78 93 14; Email: bgoerzig@diw.de

Prof. Dr. B. van Ark, University of Groningen (co-ordinating institute), tel. + 31 50 363 3674; email: h.h.van.ark@eco.rug.nl

Renate Bogdanovic | idw
Weitere Informationen:
http://www.diw.de
http://www.euklems.net/

Weitere Berichte zu: Forschungsinstitut Konsortium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland
25.04.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort
25.04.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie