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Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Lederindustrie

26.10.2004


Der Marktanteil von europäischen Gerbereien an der weltweiten Lederproduktion ist sehr hoch und könnte noch gesteigert werden, wenn die Hersteller die Nutzfläche von Leder vergrößern würden.


Die europäische Lederproduktion macht ungefähr ein Viertel der weltweiten Lederherstellung aus. In diesem Bereich sind Millionen von Menschen beschäftigt, und die Verkausfzahlen sind überaus hoch. Zu Recht ist die Lederherstellung deshalb einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche in Europa.

Die Produktionskosten des gefertigten Leders werden in erster Linie vom Wert des genutzten Rohstoffes bestimmt. Deshalb können Verbesserungen bei gegerbten Häuten zu beachtlichen Einsparungen für die europäische Lederindustrie führen.


In diesem Zusammenhang wurden im Rahmen des AYILTH-Projekts die Bedingungen von Wärmebehandlungen wie Temperatur, Erhitzungssysteme, Behandlungsdauer und Trocknungskreisläufe untersucht. Die thermischen Untersuchungen wurden mit mechanischen Parametern wie der Intensität von multidirektionalen Dehnungskräften kombiniert und führten zur Entwicklung eines neuen Behandlungsverfahrens.

Mit dem neuen thermomechanischen Verfahren konnte die Nutzfläche von verschiedenen Lederarten einschließlich Rind und Schafleder mit bzw. ohne Fell erhöht werden. Für Rinderhäute fand man sogar heraus, dass die Nutzfläche um bis zu 11,7% erhöht werden konnte.

Im Vergleich mit herkömmlichen Gerbverfahren besitzt die neue Behandlungsmethode das Potenzial, Leder mit gleicher Qualität herzustellen. Außerdem wird erwartet, dass europäische Gerbereien durch die Annahme des Verfahrens kosteneffizienter arbeiten und ihre Produktivität erhöhen können.

Alfredo Garcia Espantaleon | ctm

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