Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kreditinstitute: Industrialisierung wieder auf der Tagesordnung

21.10.2004


Die deutschen Kreditinstitute entdecken die Industrialisierung neu: 40 Prozent der Geldhäuser wollen zukünftig stärker in die Standardisierung von Leistungen und die Automatisierung von Geschäftsprozessen investieren. Das größte Potenzial für standardisierte Produkte sehen die Fach- und Führungskräfte in der Kreditabwicklung. Sieben von zehn Bankmanagern glauben, den bisherigen Aufwand bei der Kreditvergabe deutlich senken zu können. Fast alle Institute nutzen Outsourcing und den Einsatz von Standardsoftware, um Prozesse zu automatisieren und die Rentabilität zu erhöhen. Zu diesen Ergebnissen kommt der „Branchenkompass 2004 Kreditinstitute“, eine Studie der Mummert Consulting AG und des F.A.Z.-Instituts.



Nachdem das Thema Industrialisierung 2003 aus dem Blickfeld geraten war, messen die Banker ihm nun wieder eine größere Bedeutung zu: Neun von zehn Bankmanagern halten die Industrialisierung für ein wichtiges Unternehmensziel. Favorit für eine Standardisierung und Automatisierung sind Konsumkredite: 74 Prozent der Entscheider, insbesondere aus Genossenschaftsbanken und Sparkassen, sehen hier ein großes Industrialisierungspotenzial. Auch im Firmenkundengeschäft ist der „Kredit von der Stange“ auf dem Vormarsch. Hier sprechen sich 64 Prozent für eine Industrialisierung aus. Für die Kunden müssen diese Sparmaßnahmen keinen Nachteil bedeuten: Standardisierte Kreditmodule können beliebig kombiniert werden und erfüllen somit individuelle Anforderungen – ähnlich wie die bisher verbreiteten komplett maßgeschneiderten Angebote. Darüber hinaus werden durch die Vereinfachung neue Kapazitäten für die Kundenbetreuung freigesetzt.

... mehr zu:
»Industrialisierung


Auf der EBIF, der europäischen Fachmesse für Bankwesen und Versicherungen, werden Dr. Franz Siener-Kirsch von Mummert Consulting AG und Alexandre Janicki von der Aareal Hypotheken-Management GmbH am 26. Oktober über „Industrielles Kreditprocessing“ referieren.

Diese Presseinformation basiert auf der Studie „Branchenkompass 2004 Kreditinstitute“ von Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Für die Studie befragte Forsa im April und Mai 2004 hundert deutsche Führungskräfte aus den hundert größten Kreditinstituten Deutschlands zu den Branchentrends sowie zu Strategien und Investitionszielen bis 2006.

Joerg Forthmann | Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.mummert.de

Weitere Berichte zu: Industrialisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften