Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Controlling für den Mittelstand

18.10.2004


Wie fit ist das Controlling des Mittelstandes? Dieser Frage ging der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Controlling, der Westfälischen Wilhelms-Universität in einer Befragung von Mittelständlern nach. Ergebnis des von Prof. Dr. Wolfgang Berens geleiteten und von der Stiftung Industrieforschung (Köln) finanzierten Projekts: Die eigene Unternehmensanalyse, das strategische Controlling und die strukturierte Kommunikation mit den Banken kommen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen häufig noch zu kurz.



Vor dem Hintergrund der Einführung eines Bewertungsprozesses durch die Hausbank müssen sich viele Mittelständler in Zukunft intensiver als je zuvor mit den Aufgaben des Controllings und eines korrespondierenden Berichtswesen beschäftigen. Konkret geht es um die Fragen, welche genauen Daten und Informationen ein Unternehmen im Sinne einer rationalen Steuerung auswerten sollte und wie die Gesamtergebnisse der Bank gegenüber angemessen kommuniziert werden können.

... mehr zu:
»Mind


Über eine strukturierte Befragung von Mittelständlern zu Managementinstrumenten und Verhaltensweisen wollten die Wissenschaftler der Universität Münster eine Datenbasis schaffen, die in Verbindung mit Bilanzkennzahlen eine Gesamtbewertung des Status Quo, die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen sowie darauf aufbauend eine effizientere Kommunikation mit Banken erlaubt. Sowohl die Nutzung der Forschungsergebnisse als auch der anschließende Managementprozess einschließlich der Ergebniskommunikation werden durch die Softwarelösung MinD (Managementinstrumente und Dialog) unterstützt, die im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt entwickelt wurde.

Insgesamt wurden über 3.500 Unternehmen mit Hilfe der Westdeutschen Genossenschafts- Zentralbank eG (WGZ-Bank) und den angeschlossenen Genossenschaftsbanken befragt. Die Befragung konzentrierte sich dabei auf die so genannten kleinen und mittelständischen Unternehmen . Die Auswertungen wurden differenziert nach Branche und Größe gemessen am Umsatz durchgeführt.

Als Fazit lässt sich aus dem von der Stiftung Industrieforschung Köln finanzierten Forschungsprojekt ableiten, dass die eigene Unternehmensanalyse, das strategische Controlling und die strukturierte Bankenkommunikation bei kleineren und mittleren Unternehmen häufig zu kurz kommen. Um hier eine Hilfestellung bieten zu können, wurden die gesamten Projektergebnisse auch über die Analyse des Controllingbereichs hinaus im Rahmen einer Softwarelösung für den Unternehmer nutzbar gemacht.

Die eigens entwickelte Software MinD versetzt den Unternehmer in die Lage, den Bankendialog deutlich professioneller zu gestalten. In der Software wird durch den Unternehmer ein Selbstcheck des Unternehmens durchgeführt. Insgesamt werden alle Bereiche des Unternehmens strukturiert erfasst und insbesondere anhand der Vergleichsdaten aus der Befragung einer Analyse zugänglich gemacht. Die Aufbereitung der gesamten Ergebnisse kann vom Unternehmer sehr flexibel mit Texten und Grafiken gestaltet und in ein strukturiertes Berichtswesen übergeleitet werden. Bereits in 40 bis 60 Minuten lässt sich so eine kompetente Unternehmensdarstellung in Form eines Bankenberichts erstellen, der alle wesentlichen Informationen für das wichtige Bankengespräch aufbereitet.

MinD hilft im Rahmen der Selbstanalyse darüber hinaus, das eigene strategische Chancen- und Risikomanagement zu verbessern. Durch Vergleich mit den im Rahmen des Forschungsprojektes gewonnenen Erkenntnissen lassen sich wertvolle Anhaltspunkte für den Unternehmer zur Optimierung seines eigenen Unternehmens gewinnen. Die zukünftige Entwicklung der Software umfasst sowohl die Integration von weiteren Managementinstrumenten als auch die Ausdehnung der Datenbasis. In diesem Zusammenhang werden sowohl die qualitativen als auch quantitativen Daten regelmäßig aktualisiert. So werden zukünftig die Bilanzen von über 200.000 Unternehmen zusammengefasst hinterlegt. Damit wird dem Unternehmer eine der umfangreichsten Vergleichsstatistiken in Deutschland für die eigene Steuerung zur Verfügung gestellt.

Die Software MinD kann kostenlos von Unternehmen über die WGZ-Bank oder die angeschlossenen Genossenschaftsbank bezogen werden.

Norbert Frie | idw
Weitere Informationen:
http://www.Min-D.de
http://www.uni-muenster.de

Weitere Berichte zu: Mind

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise