Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmensranking Europe´s 500: Unternehmertum schafft neue Arbeitsplätze

14.10.2004


Deutsche Unternehmen schaffen mehr als zwei neue Arbeitsplätze pro Unternehmen und Woche über einen Zeitraum von drei Jahren

500 der dynamischsten Unternehmen Europas haben es trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation geschafft, insgesamt mehr als 120.000 Arbeitsplätze im letzten Jahr zu schaffen. Diese 500 Unternehmen haben durchschnittlich 81 Arbeitsplätze pro Jahr geschaffen, das entspricht einer Anzahl von mehr als einem Arbeitsplatz pro Unternehmen und Woche. Für das jährliche Unternehmensranking Europe´s 500 qualifizieren sich kleine und mittelständische Unternehmen, die sich durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und hohe Wachstumsraten auszeichnen.

Die Top 3 der 500 Unternehmen zeigen die Vielfalt der Bereiche, aus der die ´Champions of Growth´ kommen. Von Dezember 2000 bis Dezember 2003 steigerte die City Refrigeration Holdings Ltd. aus Großbritannien (Bereich Industriegüter) ihre Mitarbeiterzahl um 670 Prozent von 937 auf 7.217 Angestellte. Das zweitplatzierte Unternehmen, Kraamzorg Nederland (Bereich Dienstleistung) schuf 420 neue Jobs. Bei einer Stärke von anfänglich zehn Mitarbeitern sind das 4.200 Prozent. Die Bakkavor Group aus Island (Bereich Konsumgüter) wuchs im gleichen Zeitraum um 643 Prozent von 276 auf 1.755 Mitarbeiter.

Die Pharmexx Sales & Marketing Intelligence GmbH (Platz 12) und die Indus Holding AG (Platz 14) führen die insgesamt 107 kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Deutschland im Ranking Europe´s 500 an. Pharmexx Sales & Marketing Intelligence wuchs von 143 Arbeitsplätzen im Jahr 2000 auf 857 Arbeitsplätze in 2003; das entspricht einer Rate von 499 Prozent. Die Indus Holding AG schuf 2.084 neue Arbeitsplätze und steigerte ihre Mitarbeiterzahl ab dem Jahr 2000 um 79 Prozent auf 4.727 Arbeitsplätze.

Im Durchschnitt haben die 107 deutschen Unternehmen zwei neue Arbeitsplätze pro Unternehmen und Woche in den letzten drei Jahren geschaffen und übertreffen den europäischen Durchschnitt mit Blick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen deutlich. Obwohl deutsche Unternehmen mehr Arbeitsplätze geschaffen haben, ist ihre jährliche Wachstumsrate mit elf Prozent niedriger als der europäische Durchschnitt (15 Prozent). Im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn haben kleinere deutsche Unternehmen größere Schwierigkeiten, Wachstum zu erzielen. Das zeigen auch andere Ergebnisse des Rankings: der Anteil der qualifizierten kleinen Unternehmen (bis 100 Mitarbeiter) aus Deutschland liegt bei 26 Prozent und ist erheblich kleiner als in den europäischen Nachbarländern (38 Prozent), im Vergleich zum Ranking 2003 hat sich der Anteil qualifizierter Kleinunternehmen aus Deutschland halbiert. Deutschland ist im Verglich zu Resteuropa mit doppelt so vielen größeren Unternehmen vertreten. Wie die europäische Analyse zeigt, schaffen größere Unternehmen pro Jahr mehr reale Arbeitsplätze, während ihr jährliches Wachstum geringer ist.

Auch in Deutschland konnten Unternehmen aus allen Brachen wachsen: ähnlich wie in Resteuropa sind Unternehmen, die Industriegüter produzieren mit 28 Prozent am stärksten vertreten, gefolgt von der IT-Branche (12 Prozent). Dies sind einige der Hauptergebnisse des europaweiten Unternehmensrankings Europe´s 500, das heute von 3i, Microsoft, der Boston Consulting Group und PriceWaterhouseCoopers in Brüssel bekannt gegeben wird.

Während kleinere Unternehmen in letzter Zeit größere Schwierigkeiten hatten, Arbeitsplätze zu schaffen (und sich somit für das Europe´s 500 Ranking 2004 zu qualifizieren) zeigt die Analyse von 500 Unternehmen klar, dass es gerade die kleinen Unternehmen sind, die am schnellsten wachsen. Die 191 kleineren Unternehmen haben die Zahl ihrer Mitarbeiter durchschnittlich um außerordentliche 30 Prozent pro Jahr gesteigert (verglichen mit 19 Prozent der 253 mittleren Unternehmen).

"Es ist äußerst wichtig, dass die Regierungen diesen Alarmsignalen Rechnung tragen. Europa braucht eine Belebung des Arbeitsmarktes und dafür sind weitere ´Champions of Growth´ nötig", so Philippe Leonard, Geschäftsführer von Europe´s 500. "Politische Entscheidungsträger müssen ein ökonomisches Umfeld schaffen, das es Unternehmen ermöglicht, nachhaltig zu wachsen."

Europe´s 500 2004 zeigt, dass Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen Arbeitsplätze schaffen können. Dennoch ist es gegenwärtig für Unternehmen in älteren und etablierteren Bereichen einfacher, schnell und kontinuierlich zu wachsen. Die größte Anzahl der Unternehmen im diesjährigen Ranking kommt aus den Bereichen der verarbeitenden Industrie (Industriegüter) und der Dienstleistungen im Industriesektor. Der IT-Sektor hingegen ist um die Hälfte eingebrochen. Dennoch sind im Bereich Technologie immer noch schnell wachsende Unternehmen zu finden - wenn auch nur zu einem Anteil von 15 Prozent verglichen mit 29 Prozent im letzten Jahr.

Ausführlichere Informationen zum Ranking und den Unternehmen finden Sie ab dem 15. Oktober unter www.europes500.com.

Über Europe´s 500

1) Europe´s 500 wurde auf Initiative der Vereinigung Europe´s 500 (bekannt als Europe´s Entrepreneurs for Growth) erstmals 1996 und seitdem jährlich veröffentlicht. Seit dieser Zeit zählen mehr als 3000 europäische Unternehmen zu den Wachstumssiegern bei Europe`s 500.

2) Das Jahrbuch Europe`s 500 wird von PriceWaterhouseCoopers, 3i, Microsoft und der Boston Consulting Group empfohlen und von Weber Shandwick unterstützt.

3) Das Ranking richtet seine Aufmerksamkeit auf Unternehmensführung und schnelles Wachstum europäischer Unternehmen. Schwerpunkt ist die Schaffung von Arbeitsplätzen.

4) Die Studie von 2004 untersucht Unternehmensergebnisse über drei fiskalische Jahre: von Ende Dezember 2000 bis Ende Dezember 2003.

5) Um Unternehmensleistungen quantitativ zu messen, stützt sich Europe´s 500 auf den Beschäftigungsindex von David Birche. (Dieser Index kombiniert die relative und absolute Schaffung von Arbeitsplätzen). Die Unternehmen werden entsprechend ihrem Birche Index geordnet. Zusätzlich gelten Kriterien wie Wachstum im Umsatz und in der Beschäftigung, Unabhängigkeit, organisches Wachstum und Größe des Unternehmens.

6) Teilnehmen können Länder aus 15 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Norwegen und die Schweiz. Alle Länder, außer Luxemburg, sind vertreten.

Michael Maader | Europe´s 500
Weitere Informationen:
http://www.europes500.com

Weitere Berichte zu: Industriegüt Industriegüuer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index setzt Anstieg fort
22.06.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung legt weiter zu
29.05.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften