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Börsenbericht: Aktienmärkte tasten sich wieder nach oben

17.09.2004


Die internationalen Aktienmärkte zeigten sich auch in dieser Woche überwiegend stabil. Der deutsche Markt tendierte im Vorfeld des großen Verfallstermins an den Terminbörsen sogar recht freundlich und flirtet wieder mit der 4.000er Marke im DAX. Besonders Finanzwerte konnten sich nach einigen Wochen schwächerer Tendenz gut erholen, doch auch einzelne Technologietitel wie SAP zeigten sich fester.

Die aktuelle Stimmung an den Börsen pendelt zwischen Hoffen und Bangen. Da die ersten Unternehmensergebnisse für das 3. Quartal nicht vor Anfang Oktober vorliegen, bleiben viele Investoren unentschlossen und ängstlich in ihrer Anlagestrategie. Auffallend und zugleich ein positives Zeichen für die nächste Zukunft ist jedoch, dass die Bereitschaft zu stärkeren Verkäufen sowohl an der Leitbörse Amerika als auch in Deutschland nicht mehr besteht. Zusammen mit den insgesamt guten Fundamentaldaten und der inzwischen als weniger kritisch eingestuften Zinsentwicklung sehen die Aussichten für die deutsche Börse deshalb durchaus vielversprechend aus. Jedenfalls ist die Chance auf eine kleinere Herbstrallye deutlich gestiegen. Die Commerzbank empfiehlt vor diesem Hintergrund insbesondere die Allianz-Aktie.

Unverändert ruhig geht es an den Rentenmärkten zu; die Renditen 10jähriger Bundesanleihen pendeln weiter in einer engen Spanne leicht oberhalb der 4%-Marke. Nach dem überraschenden Zinsrückgang in den letzten Monaten scheint nun aber der Spielraum für noch niedrigere Renditen eng begrenzt. Denn die Konjunkturerholung in den Industrieländern setzt sich, wenn auch gelegentlich durch schlechtere Wirtschaftsdaten unterbrochen, fort und vom Ölpreis gehen latent Preisgefahren aus. Deshalb wird die amerikanische Fed an ihrer Politik der kleinen Zinsschritte festhalten und wohl schon in der neuen Woche ihre Leitzinsen erneut anheben. Für die Europäische Zentralbank dürfte sich dann um die Jahreswende die Frage einer ersten Zinserhöhung konkret stellen. Für Neuanlagen bleibt die Commerzbank bei ihrer Empfehlung, mittlere Laufzeiten von 3 bis 5 Jahren überzugewichten.

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