Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maschinenbauer erwarten mehr Wachstum - Flexibilisierung gefordert

06.09.2004


Der deutsche Maschinenbau wird dank der guten Auftragslage in diesem Jahr etwas stärker als erwartet wachsen. «Die vier Prozent werden wir mit Sicherheit erreichen, es könnte auch etwas mehr werden», sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Diether Klingelnberg, in einem dpa-Gespräch. Im ersten Halbjahr stieg das Produktionsvolumen um 3,8 Prozent. Der Verband hatte im Juni seine Prognose für das Gesamtjahr bereits von zwei auf vier Prozent erhöht.



«2004 ist ein Jahr der Erholung, aber es ist kein kräftiger Aufschwung, wie wir ihn uns wünschen», sagte Klingelnberg. Der Aufschwung werde sich im kommenden Jahr aber bereits wieder abschwächen. 2005 rechnet der Verband mit einem Plus zwischen zwei und vier Prozent. «Das Wachstum ist stark exportgetrieben. Das Inland zieht nach wie vor nicht an.» Dort wird laut VDMA nur Ersatz- oder Nachholbedarf befriedigt.



Sorge bereiten der Branche der starke Dollar sowie die hohen Energie- und Stahlkosten. Notwendig seien zudem Reformen in Deutschland. «Wir brauchen flexible Arbeitszeiten, um kurze Lieferzeiten zu haben und Aufträge zu bekommen», sagte der Verbandspräsident.

Im weltweiten Wettbewerb seien die Lieferzeiten neben den Preisen immer wichtiger. Deutsche Firmen verlören im Konkurrenzkampf gegen die USA Aufträge, weil die Wettbewerber mit Arbeitszeiten zwischen 40 und 70 Stunden schneller liefern könnten. Der Exportweltmeister Deutschland gerate ins Hintertreffen. «Wir müssen runter vom Arbeitszeitgesetz, wir müssen 50 Stunden in der Woche arbeiten können.» Die Branche leide zudem unter einem großen Fachkräftemangel und brauche mehr gut ausgebildete Ingenieure. Derzeit beschäftigt der Maschinenbau - der wichtigste deutsche Wirtschaftszweig nach Unternehmen und Zahl der Beschäftigten - 863 000 Mitarbeiter.

Wegen der fehlenden Reformen im Inland wandern nach Ansicht des VDMA immer mehr Betriebe ins Ausland ab. Ein Drittel habe bereits heute im Ausland eine Produktion unter eigenem Dach, diese Zahl werde weiter wachsen. «Das ist ein langfristiger Trend, gegen den man etwas machen muss. Es würde helfen, wenn wir gute Fachkräfte hätten, die wir flexibel einsetzen könnten», sagte der VDMA-Präsident.

| pro-pysik.de
Weitere Informationen:
http://www.vdma.org

Weitere Berichte zu: Flexibilisierung Inland Maschinenbau

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie