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Das dortmund-project – „Investieren statt subventionieren“

30.08.2004


Bis zu 70 000 neue Arbeitsplätze und ein überdurchschnittlich hohes Maß an privatwirtschaftlichen Investitionen in einem Zeitraum von nur zehn Jahren – das ist das ehrgeizige Ziel des dortmund-project. Seit Juni 2000 ist in der Westfalenmetropole ein Netzwerk entstanden, in dem Dortmunder Unternehmen, Wissenschaftler und Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft ihr Wissen und ihre Erfahrungen bündeln. Ihre Aufgabe: Jungen High-tech-Unternehmen einen zukunftsweisenden Standort zu bieten und beste-hende Wirtschaftszweige weiter zu fördern.

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Zwischen November 1999 und Mai 2000 haben die Stadt Dortmund und die ThyssenKrupp AG gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey & Company das dortmund-project ins Leben gerufen. Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Software, IT, E-/M-Commerce, Mikrosystemtechnik und Logistik sollen in Zukunft verstärkt angesiedelt werden. Zudem fördert das dortmund-project die Modernisierung bereits bestehender Wirtschaftszweige. Dabei sollen sich die neuen Wachstums- und die etablierten Branchen gegenseitig ergänzen.

Technologie-Standort Dortmund: Ideale Bedingungen für junge Unternehmen


Dortmund, die mit rund 600 000 Einwohnern größte Stadt des Ruhrgebietes, weist bereits heute ein breites Spektrum an Hightech-Unternehmen auf: Software-, Multimedia- und Telekommunikationsunternehmen haben sich hier ebenso angesiedelt wie Firmen aus den Bereichen Mikrosystemtechnik, Logistik und Versicherungswirtschaft. In Verbindung mit IT-Studiengängen, dem TechnologiePark und Kompetenzzentren bilden diese ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung weiterer Start-ups aus der Hightech-Branche.

Einen wichtigen Beitrag zum Technologie-Standort Dortmund leisten auch Einrichtungen wie die MST.factory, die jungen Unternehmen aus der Mikrotechnologie-branche die notwendige Infrastruktur zur Entwicklung von Prototypen zur Verfügung stellt, oder Projekte wie der e-port-dortmund, der die Ansiedlung von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie von Start-ups aus der Logistikbranche im Dortmunder Hafengelände fördert.

Das Neue Dortmund

Eine wesentliche Aufgabe des dortmund-project besteht darin, die Stadt zu einem modernen Wirtschaftsstandort, dem „Neuen“ Dortmund, zu machen – mit einem attraktiven Arbeits- und Lebensumfeld und hohen infrastrukturellen Standards, die europaweit Maßstäbe setzen. Dabei stehen sechs Ziele im Mittelpunkt:

· Aufbau neuer Industrien und Standorte durch Innovation und Forschung
Die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen ermöglicht eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. So können gezielt Neugründungen, Ausgründungen und die Ansiedlung ausländischer Unternehmen aus Hightech-Branchen gefördert werden.

· Modernisierung ansässiger Unternehmen
Zahlreiche Programme des dortmund-project fördern die Modernisierung bereits bestehender Betriebe und deren Kooperation.

· Ausbildung und Forschung auf internationalem Niveau
Bereits jetzt verfügen die Universität und die Fachhochschule Dortmund über das größte Lehrangebot für Informatik in Deutschland. An dem neu gegründeten IT-Center Dortmund werden außerdem jedes Jahr 60 Studie-rende zu „IT-Professionals“ ausgebildet. Mit einer Studiendauer von nur zwei Jahren ist das der schnellste akademische Studienabschluss Deutschlands.

· Moderner Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität
Die Stadt bekommt ein neues Gesicht. Zurzeit stehen nahe der City 700 Hektar für Gewerbeansiedlung, Wohnungsbau und den Aufbau attraktiver Freizeitanlagen zur Verfügung. Das ehemalige Hochofengelände Phoenix West wird zu einem Zentrum der Softwareentwicklung und Mikrosystem-technik umgewandelt. Gleichzeitig entsteht hier ein moderner Standort für Kultur und Entertainment, der durch eine 37 ha große Gewässerland-schaft mit hochwertigen Wohn- und Freizeitflächen auf dem Areal von Phoenix Ost ergänzt wird.

· Steigerung des Beschäftigungsniveaus
Durch die enge Kooperation zwischen Privatwirtschaft und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, zu der die Stadt Dortmund bis zu 65 Millionen Euro beisteuert, werden nach Schätzungen von Experten voraussichtlich bis zu 70 000 neue Arbeitsplätze entstehen – 34 000 im Bereich IT, E-/M-Commerce, 16 000 in der Mikrosystemtechnik, 10 000 in bereits etablier-ten Branchen und weitere 10 000 als natürliche Folge dieses Wirtschafts-wachstums.

Die Aktionen

„Investieren statt subventionieren“ – daran orientieren sich die Zielsetzungen und Strategien des dortmund-project. Zu den einzelnen Programmen, mit deren Hilfe diese umgesetzt werden sollen, gehören unter anderem Aktionen wie start2grow mit seinen Gründungswettbewerben, der Dortmunder Unternehmenswettbewerb ziel.wachstum, die Ausbildungsinitiative JOY oder die MST.factory Dortmund.

Pascal Ledune | dortmund-project
Weitere Informationen:
http://www.start2grow
http://www.dortmund-project.de

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