Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BASF-Vorstandsvorsitzender: "Weltweites Wirtschaftswachstum deutlich langsamer als erwartet."

21.06.2001


  • Ertragsziele nur mit größten Anstrengungen zu erreichen
  • Maßnahmenpaket beschlossen

Vor dem Hintergrund weiterhin hoher Rohstoffkosten, schwächerer Wachstumssignale in Europa und einer derzeit nicht erkennbaren Trendwende in den USA rechnet die BASF nicht mit einem Ergebnisanstieg für das 2. Quartal. "Wir wollen jedoch an unserem ehrgeizigen, mittelfristigen Ertragsziel festhalten und für die Jahre 2000 bis 2002 unser Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen um durchschnittlich mindestens 10 Prozent steigern", sagte der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Strube auf einer Veranstaltung vor Führungskräften des Unternehmens. "Dieses Ertragsziel werden wir nur mit größten Anstrengungen erreichen", fügte er hinzu. Er forderte die Führungskräfte auf, Innovationen und Investitionen in schnelle Markterfolge umzusetzen und das vom Vorstand beschlossene Maßnahmenpaket zügig zu realisieren.



Zu diesen Maßnahmen zählen:
  • Das laufende Investitionsprogramm wird um ein Fünftel verringert. Mittelfristig sollen die Investitionen auf die Höhe der Abschreibungen zurückgeführt werden.

  • Weltweit werden 10 Standorte und weitere 14 Anlagen an anderen Standorten geschlossen und damit Kapazitäten vom Markt genommen.
  • Die Weiterentwicklung der weltweiten Organisationsstrukturen im Rahmen des Programms "Fit For the Future" wird beschleunigt durchgeführt.

"Mit diesen Maßnahmen passen wir unser Geschäft dem deutlich langsameren weltweiten Wirtschaftswachstum an", sagte Strube und verwies auf die positiven und negativen Einflüsse im laufenden Geschäft. Im Laufe des 2. Quartals 2001 haben sich folgende Faktoren negativ auf das Geschäft ausgewirkt:

  • Die Wachstumssignale in Europa und vor allem in Deutschland sind nicht stärker, sondern schwächer geworden. Auch in den USA ist im 2. Quartal keine Trendwende zu erkennen. Dies wirkt sich zunehmend auf das Wachstum in Asien aus.
  • Einige der neuen Produktionsanlagen der BASF in Asien und Deutschland gehen verzögert in Betrieb und leisten noch keinen Ergebnisbeitrag.
  • Der Produktionsausfall in der Superabsorberanlage in Birkenhead, Großbritannien, verringert das Ergebnis.
  • Die unerwartet weiter gestiegenen Rohstoffkosten lassen sich auf dem Markt noch nicht im notwendigen Umfang mit Preiserhöhungen auffangen.
  • Viele Kunden rechnen mit tendenziell sinkenden Ölpreisen, haben ihre Vorräte reduziert und kaufen vorsichtiger.
  • Das laufende Investitionsprogramm der BASF in den USA belastet in dem derzeitigen konjunkturell schwächeren Umfeld das Ergebnis in besonderem Maße.

Es gibt jedoch auch eine Reihe von Faktoren, die sich positiv auf das Geschäft der BASF auswirken:

  • Die BASF ist regional besser aufgestellt als viele ihrer Wettbewerber und nutzt ihre ausgeprägten Verbundvorteile.
  • Das ausgewogene Portfolio ermöglicht der BASF gerade in Zeiten hoher Ölpreise zusätzliche Erträge aus dem Öl- und Gasgeschäft.
  • In den USA stützen die Zinssenkungen und die steuerlichen Entlastungen die Erwartung, dass sich dort die wirtschaftliche Entwicklung zum Jahresende wieder belebt.
  • Mit innovativen Produkten wie dem Pflanzenschutzsystem Clearfield® und der neuen Klasse von Dämmstoffen unter dem Markennamen Neopor® erzielt die BASF schnelle Markterfolge.
  • Mit der Weiterentwicklung ihrer weltweiten Organisation strebt die BASF jährliche Kostenvorteile in Höhe von rund 400 Millionen Euro an.

"Dass wir unseren Führungskräften und Mitarbeitern in einem schwierigen Umfeld einiges zutrauen können, zeigt die derzeit erfolgreich verlaufende Integration des im vergangenen Jahr von American Home Products erworbenen Pflanzenschutzgeschäfts. Wir werden deshalb auch bei verlangsamtem Wirtschaftswachstum unsere Stellung als führendes Chemieunternehmen behaupten", sagte Strube.

Die BASF ist ein transnationales Unternehmen der chemischen Industrie, das seinen Wert durch Wachstum und Innovation nachhaltig steigern will. Die BASF bietet ihren Kunden ein leistungsfähiges Sortiment, das hochveredelte Chemikalien, Kunststoffe, Farbstoffe und Pigmente, Dispersionen, Fahrzeug- und Industrielacke, Pflanzenschutzmittel, Feinchemikalien sowie Erdöl und Erdgas umfasst. Die ausgeprägte Verbundstrategie ist eine besondere Stärke der BASF: Sie sichert Kostenführerschaft und somit langfristig entscheidende Wettbewerbsvorteile. Mit einem Umsatz von rund 36 Milliarden Euro und 103 000 Mitarbeitern im Jahr 2000 ist die BASF eines der weltweit führenden Chemieunternehmen. Die BASF richtet ihr Handeln am Leitbild der nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung, Sustainable Development, aus. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und New York (BF).

Dr. Felix Gress  | Pressemitteilungen

Weitere Berichte zu: BASF Investitionsprogramm Wirtschaftswachstum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops