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M&A-Markt: Top 100-Unternehmen weltweit verbreiten Optimismus - China wichtigstes Ziel für geplante Auslandsinvestitionen

12.08.2004


67 Prozent der Vorstände von über 100 bedeutenden internationalen Unternehmen beurteilen die Entwicklung des M&A-Marktes optimistisch. Im vergangenen Jahr galt das nur für die Hälfte der befragten Unternehmen. China wurde als wichtigstes Ziel für geplante Auslandsinvestitionen in den nächsten drei Jahren genannt. Auf Platz zwei folgt mit erheblichem Abstand das restliche Asien, auf Platz drei steht Mittel- und Osteuropa. Das sind zentrale Ergebnisse der aktuellen KPMG-Umfrage "Global Dealmonitor 2004".


Thomas Ehren, Leiter des Bereichs Corporate Finance bei KPMG in Deutschland: "Die optimistische Einschätzung der Unternehmen deckt sich mit unseren Analysen, wonach es klare Signale für eine Trendwende am M&A-Markt gibt. Zwar lag die Zahl der abgeschlossenen Transaktionen im ersten Halbjahr 2004 unter dem Vorjahresniveau, aber der Wert der abgeschlossenen Transaktionen blieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil. Zudem steht eine beträchtliche Anzahl von Transaktionen noch vor dem Abschluss. Angesichts des langen Zeitraums, den ein Abschluss in der Regel erfordert, wird es allerdings noch mindestens zwölf Monate dauern, bevor wir sehen, in welchem Ausmaß sich die neue unternehmerische Zuversicht auf den Umfang zukünftiger M&A-Aktivitiäten auswirkt."

Treibende Faktoren des M&A-Geschäfts


Weiterhin treibende Faktoren des M&A-Geschäfts sind die Verfügbarkeit von Kaufgelegenheiten (bei 87 Prozent der Befragten) sowie der Zugang zu Eigenkapital und Fremdkapital (50 bzw. 49 Prozent). Thomas Ehren: "Die Ergebnisse unterstreichen die Rolle des Fremdkapitalzugangs bei der Belebung von M&A-Aktivitäten. Insbesondere Private Equity-Käufer, deren Transaktionsstrukturen üblicherweise einen hohen Fremdkapitalanteil aufweisen, brauchen diesen Zugang, um Akquisitionen durchführen zu können. Sowohl für Käufer als auch Verkäufer ist daher ein tiefgehendes Verständnis der Fremdkapitalmärkte ein entscheidender Faktor für einen erfolgreichen Transaktionsabschluss."

Erwartungsgemäß nannte die überwiegende Zahl der Befragten (90 Prozent) den Kostenfaktor als wichtigstes Kriterium bei der Auswahl von Fremdkapitalinstrumenten. Thomas Ehren: "Während die Kosten sicherlich eine hauptsächliche ökonomische Überlegung darstellen, müssen bei der Beurteilung von verschiedenen Fremdkapitalinstrumenten eine Reihe weiterer Faktoren, wie z.B. Flexibilität, Laufzeit und Umsetzungsgeschwindigkeit, berücksichtigt werden. Es ist deshalb notwendig, dass die Unternehmen die Priorität ihrer eigenen Ziele genau kennen, bevor sie eine Entscheidung bezüglich einer bestimmten Fremdfinanzierungsform fällen."

Die Studie gibt auch einen Überblick über die Hauptmotive kürzlich abgeschlossener Transaktionen wie z.B. der im Rahmen der Bankenkonsolidierung in den USA erfolgten Übernahme der Fleet Boston Financial Corporation durch die Bank of America oder dem Kauf der deutschen Messer Griesheim GmbH durch die französische Air Liquide S.A. In 70 Prozent der Fälle wird strategisches Wachstum als Hauptmotiv genannt, gefolgt von geographischer Expansion (45 Prozent), dem Streben nach einer kritischen Größe (40 Prozent) und einer Vergrößerung des Kundenstamms (35 Prozent). Hindernisse für die Durchführung von Transaktionen sehen viele global agierende Unternehmen vor allem in fehlenden Akquisitionsmöglichkeiten und Bewertungsfragen.

Marita Reuter | Presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

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