Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Bergbautechnik: Internationaler Exportschlager mit Wachstumspotenzial

26.07.2004


Tunnelbaumaschinen, die am Bildschirm in Echtzeit gesteuert werden. Gläserne Bergwerke, die sich über Hunderte von Kilometern erstrecken und per Mausklick sichtbar werden, mit jedem einzelnen von Zehntausenden von Messpunkten. Moderner Bergbau ist in Deutschland ein Hightech-Betrieb mit einem klar definierten Ziel: den Energieträger Steinkohle effizient, sicher und Umwelt schonend zu gewinnen und zu verarbeiten.


Das macht Bergbautechnik aus Deutschland zur Wachstums- und Zukunftstechnologie. Der bietet sich laut Internationaler Energieagentur bis zum Jahr 2030 alleine auf dem Kohlesektor ein gewaltiger Markt mit einem weltweiten Investitionsbedarf von 400 Milliarden Euro. Mit einer Vielzahl innovativer Produkte und international führender Technologie sind die deutschen Bergbauzulieferer hier auf allen Teilmärkten hervorragend aufgestellt. So ist beispielsweise die RAG-Bergbautechniktochter DBT bereits heute mit einem Anteil von rund 40 Prozent Weltmarktführer im Bereich der Strebtechnik. Basis und Technologieplattform dieses Erfolgs ist der Steinkohlenbergbau hierzulande. Er setzt international Maßstäbe und wirkt als Impulsgeber für andere Branchen. Ohne Bergbautechnik wäre es etwa kaum möglich, einen Skilift sicher zu betreiben. Ein für den Bergbau entwickeltes Induktivmessgerät überwacht den Materialverschleiß und leistet inzwischen auch bei Abspannseilen von Masten und Brückenkonstruktionen einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. Auch die Bahn wäre ohne Bergbautechnik bedeutend langsamer: Die heute weltweit verbreiteten Drehstromantriebe für Lokomotiven - eingesetzt unter anderem auch im ICE der Deutschen Bahn - gehen auf eine Entwicklung aus dem Steinkohlenbergbau zurück. Dank Bergbautechnik gelangt man durch den Eurotunnel trockenen Fußes von Frankreich nach England. Denn mit dem im Bergbau bewährten Präzisions-Kreiselkompass konnten die beiden Eurotunnel-Teams von Calais und Dover aus zielgenau aufeinander zu arbeiten. Auch beim Trassenbau von Bahnstrecken kommt das geballte Know-how der Geoinformatiker der Deut-schen Steinkohle AG zur Anwendung. Mit Methoden, die einen Querschnitt durch die Hochtechnologie bieten: Satelliten, Stereobildsysteme, Laser und Spezialkameras liefern wichtige Daten, die auch öffentliche Stellen nutzen.

Prozessleittechnik, Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationssysteme sind die Basis für die Abläufe unter und über Tage. Mit modernster Computertechnologie, wie der virtuellen Realität, werden heimische Abbaubetriebe sicherer und wirtschaftlicher. Gleichzeitig entstehen neue Exportschlager der weltweit führenden deutschen Bergbautechnologie. So wie der neu entwickelte High-Tech-Hobel, der mit der doppelten Antriebsleistung eines Formel-1-Rennwagens wertvolle Energie effizienter als jemals zuvor gewinnt - bis zu zweihunderttausend Tonnen Steinkohle pro Monat. Außerdem lernt er gerade das Sehen, damit er selbständig zwischen Kohle und Gestein unterscheiden kann. Durch den Einsatz solcher Technik gewinnen wir alle: sichere Energie für die Versorgung unseres Landes. Die Pole Position im weltweiten Export von Bergbautechnik. Und den Vorsprung für den Technologiestandort Deutschland.

Ulrich Aghte | Die Deutsche Steinkohle AG
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-steinkohle.de

Weitere Berichte zu: Bergbau Bergbautechnik Steinkohlenbergbau Wachstumspotenzial

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt kräftig
30.10.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte