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Aktienmärkte ohne klare Richtung

09.07.2004

Die internationalen Aktienmärkte zeigten sich in dieser Woche deutlich schwächer. Offenbar stehen die Börsen noch im Bann der amerikanischen Zinserhöhung von Ende Juni. Sorgen bereiten aber auch der wieder steigende Ölpreis mit der daraus möglicherweise folgenden Beschleunigung der Teuerungsraten, die Vorgänge um den Ölkonzern Yukos in Russland sowie die ersten, teilweise als enttäuschend empfundenen Daten amerikanischer Unternehmen über das zweite Quartal. So belasteten die Zahlen des Internetanbieters Yahoo und die Warnungen von Peoplesoft und Siebel weltweit den gesamten Technologiesektor. Der DAX rutschte im Gefolge wieder deutlich unter die 4.000er-Marke, an deren Überwinden er damit zum wiederholten Mal gescheitert ist.

Ungeachtet der Ängste des Marktes signalisieren die jüngsten Konjunkturmeldungen in Deutschland, wie Auftragseingänge und Industrieproduktion im Mai, ein Anhalten des wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Commerzbank-Volkwirte bleiben deshalb zuversichtlich und erwarten einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 2% in diesem Jahr. Da sich charttechnisch die Situation bei vielen Einzelwerten eingetrübt hat, sollten Privatanleger daran denken, bei Aktien, die in den vergangenen Wochen deutlich besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten haben, Gewinne mitzunehmen und sich bei Neuengagements zunächst eher zurückhalten.

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Die Kurse an den Rentenmärkten haben sich zuletzt kaum verändert. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrt bei 4,2%. Unterstützend wirkten der wieder erstarkende Euro sowie Äußerungen des Bundesbank-Präsidenten, der einer baldigen Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank eine Absage erteilte. Doch trotz der jüngsten Ruhephase bleibt der Aufwärtstrend bei den Renditen im Euroraum nach Meinung der Commerzbank-Experten intakt. Dafür sprechen sowohl die höhere Verzinsung von US-Treasuries, die international den Trend vorgeben, als auch die fortgesetzte wirtschaftliche Belebung bei zunehmenden Risiken für die Preisstabilität. Daher wird die EZB nicht umhin kommen, die Leitzinsen auf Jahressicht um etwa 75 Basispunkte anzuheben. Privatanleger sollten weiterhin kurze Laufzeiten oder variabel verzinsliche Anlagen bevorzugen.

Diese Ausarbeitung richtet sich ausschließlich an Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Die in der Ausarbeitung enthaltenen Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers im Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung. Hinweise auf mögliche Interessenkonflikte: Der Commerzbank-Konzern, bzw. mit diesem verbundene Unternehmen, halten an der Gesellschaft oder den Gesellschaften deren Wertpapiere Gegenstand der Ausarbeitung sind, mindestens ein Prozent des Grundkapitals oder können eine entsprechende Beteiligung halten. Auch Organe, Führungskräfte sowie Mitarbeiter halten möglicherweise Anteile oder Positionen an Wertpapieren oder Finanzprodukten, die Gegenstand von Ansichten, Einschätzungen oder Bewertungen sind. Die Commerzbank hat zudem möglicherweise einem Konsortium angehört, das die Emission von Wertpapieren der Gesellschaft, die Gegenstand der Ausarbeitung sind, übernommen hat. Die Commerzbank kann ferner auch Bankleistungen oder Beratungsleistungen für den Emittenten von solchen Wertpapieren erbringen und betreut möglicherweise analysierte Wertpapiere auf Grund eines mit dem jeweiligen Emittenten geschlossenen Vertrages an der Börse oder am Markt. Organe der Commerzbank bzw. Mitarbeiter können zudem Aufsichtsratsfunktionen bei Emittenten wahrnehmen, deren Wertpapiere Gegenstand der Ausarbeitung sind.

| Commerzbank-Börsenbericht
Weitere Informationen:
http://www.commerzbank.com

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