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Großes Interesse, aber deutliche Wissenslücken der Vermögenden bei Erbschaft- und Schenkungsteuer

25.06.2004

Die Mehrheit der Vermögenden denkt über Nachlassplanung nach, ihr Wissen zum Thema Erben und Schenken ist jedoch lückenhaft. Das ergab eine repräsentative Commerzbank Private Banking-Umfrage "Erbschaft gestalten" unter 500 Haushaltsvorständen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von über 4.000 Euro, die im Frühjahr 2004 von IPSOS durchgeführt wurde.

Ein Überblick über die Ergebnisse: Die größte Gruppe der Besserverdienenden findet sich erwartungsgemäß unter den etwas reiferen Semestern (152 in der Altersgruppe 46 bis 55 Jahre, 126 bis 65 Jahre). Immerhin 32 Besserverdienende waren erst zwischen 18 und 35 Jahren alt. Rund die Hälfte der Befragten (248) gaben ihr aktuelles Vermögen mit zwischen 100.000 und 500.000 Euro an, bei 155 belief es sich auf über 500.000 Euro, 65 haben weniger als 100.000 Euro auf dem Konto oder im Depot. Wenig überraschend: Frauen stellen in der Gruppe der Besserverdienenden weniger als ein Drittel.

Auch Vermögenden scheint Sicherheit bei der Vermögensanlage wichtig zu sein: Die Befragten haben ihr Geld überwiegend in Immobilien angelegt (56 Prozent), vor Bargeld, Sparguthaben sowie Wertpapieren (21 Prozent) und der Lebensversicherung (11 Prozent). Vermögen bis 100.000 Euro sind dabei besonders häufig in einer Lebensversicherung angelegt (19 Prozent). Exklusive Anlageformen wie Unternehmensbeteiligungen haben mit drei Prozent wenig Bedeutung.

Die Prioritäten bei der Nachlassplanung sind eindeutig. Für 95 Prozent aller Befragten steht die Absicherung der Familie an erster Stelle, gefolgt vom Erhalt der vollen Verfügungsgewalt über ihr Vermögen (90 Prozent) und der steuerlich günstigen Übertragung (85 Prozent).

51 Prozent der Vermögenden verfügen bereits über ein Testament, 30 Prozent möchten noch ihren Letzten Willen verfassen. Immerhin 43 Prozent der Befragten, denen die individuelle Vermögensverteilung ihres Nachlasses wichtig ist, haben kein Testament und planen es auch nicht. Ebenso beim Thema Steueroptimierung: 80 Prozent der Vermögenden, die kein Testament haben, legen bei der Nachlassplanung großen Wert darauf - ein Zeichen dafür, dass das Wissen im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht lückenhaft ist. Ohne Nachlassplanung und individuelles Testament können die gesetzlichen Regelungen im Einzelfall sehr nachteilige Auswirkungen auf das Familienvermögen haben.

Auf die Frage, wie viel Erbschaftsteuer zu zahlen ist, wenn ein Kind 500.000 Euro von einem Elternteil erbt, antwortet nur ein Viertel der Befragten richtig: 44.250 Euro. Je jünger die Befragten, desto pessimistischer: 53 Prozent der Vermögenden im Alter von 18 bis 35 Jahren erwarten mehr als 50.000 Euro Steuern, während 35 Prozent der Befragten über 66 Jahre mit Steuern unter 25.000 Euro deutlich zu niedrig schätzen. Obwohl 57 Prozent der Haushaltsvorstände mit einem Vermögen über 500.000 Euro angeben, dass ihnen Steueroptimierung wichtig sei, liegen nur 26 Prozent mit ihrer Schätzung richtig.

Erstaunlich wenige möchten die Lebensversicherung für die Nachlassplanung nutzen. Nur 21 Prozent der Befragten wissen offenbar, dass die Vermögensübertragung mit Lebensversicherungen alle Aspekte berücksichtigt, die ihnen wichtig sind, nämlich die Absicherung der Familie, die Verfügungsgewalt über ihr Vermögen sowie die Steueroptimierung. Speziell für die Nachlassplanung vermögender Kunden hat das Commerzbank Private Banking mit der PortfolioPolice ein Produkt entwickelt, das eine Kapitallebensversicherung mit einer individuellen Vermögensverwaltung verbindet.

Das Commerzbank Private Banking gehört mit knapp 500 Mitarbeitern an rund 30 Standorten in Deutschland, Singapur, Luxemburg und der Schweiz zu den Top Drei in der Betreuung vermögender Kunden. Dabei verbindet das Commerzbank Private Banking umfassende Anlage- und Finanzierungsexpertise mit größtmöglicher Kundennähe.

Simona Boyer | Commerzbank Private Banking
Weitere Informationen:
http://www.commerzbank.de

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