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BGA: Der Export brummt

09.06.2004


"Die deutsche Exportwirtschaft verzeichnet mit einem Ausfuhrplus über zehn Prozent in den ersten vier Monaten einen überdurchschnittlich und ausgesprochen erfreulich guten Start in das Jahr 2004. Die Dynamik kommt aus Übersee, in erster Linie aus Asien. Die sich abzeichnende Entspannung bei den Wechselkursen macht das Exportieren einfacher. Ein dämpfendes Potential birgt allerdings die fragile Situation auf dem Ölmarkt." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute in Berlin.

"In China ist die deutsche Wirtschaft gut aufgestellt und beginnt nun, die Früchte ihres Engagements auf dem bevölkerungsreichsten Markt der Welt zu ernten. Auch unser Hauptabsatzmarkt EU wächst kräftiger als erwartet und trägt mit einem Plus von knapp 14 Prozent zur Exportsteigerung bei", so Börner.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die aktuellen Zahlen zum deutschen Außenhandel für April 2004 bekannt gegeben. Demnach stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,7 Prozent auf 62,1 Milliarden Euro. Weniger stark stiegen die Importe an, die bei einer Zunahme von 6,8 Prozent ein Volumen von 47,5 Milliarden Euro erreichten.

"Der sprunghafte Zuwachs im Export lässt auch unseren Außenhandelsüberschuss ansteigen. Er erhöht sich von 9,2 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf jetzt 14,6 Milliarden Euro, für die ersten vier Monate können wir bereits einen Außenbeitrag von 55,8 Milliarden Euro vermelden", so der BGA-Präsident weiter. "Für den Standort Deutschland bedeutet dies aber nur teilweise ein Signal zum Aufschwung. Die außenwirtschaftlichen Impulse springen nicht mehr wie in früheren Jahren unmittelbar auf die Binnenwirtschaft über und führen insbesondere nicht automatisch zu einer Entschärfung der unbefriedigenden Situation auf dem Arbeitsmarkt. Grund ist u. a. der immer höhere Anteil ausländischer Zulieferungen an den deutschen Exportprodukten. Ein Ausruhen auf den außenwirtschaftlichen Erfolgen ist daher fehl am Platz. Anstatt zu sagen: ’Der Export wird es schon richten’ sind mutige Reformen gefragt, um die Investitionsbedingungen am Standort Deutschland zu verbessern!", so Börner abschließend.



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