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Mitteldeutschland braucht stärkere Positionierung - Vorzüge international kaum bekannt

02.06.2004

Der Wirtschaftsstandort Mitteldeutschland ist international bisher zu schwach positioniert. So jedenfalls schätzen die wichtigsten Unternehmen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens die Situation in einer aktuellen Umfrage ein. Im Auftrag von "komminform", dem Magazin für Marktkommunikation, befragte HOSS PR in Halle (Saale) im April 100 Akteure der mitteldeutschen Wirtschaft. Dabei handelte es sich um die größten Unternehmen nach Umsatz (Ranking 2003 "Die Top 100 des Ostens" in "Die Welt"), ergänzt um die veröffentlichten Mitgliedsunternehmen des Vereins zur Förderung des Regionenmarketings für Mitteldeutschland e.V.

Auf die Frage, welche drei Standortvorteile am meisten für die Region sprechen, verwiesen die Befragten zuerst auf die bereits modernisierte Infrastruktur, gefolgt vom Arbeitskräftepotenzial und dessen Qualifikationsniveau. Insbesondere die vorhandenen Personalressourcen bei Fachkräften und die Motivation der Menschen dienten als Zusatzargument. Als weiteren bemerkenswerten Standortvorteil nannten die Befragten die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Positiv vermerkt wurden dabei unter anderem die Investitionsbedingungen, der vorhandene Branchenmix sowie die Unternehmerfreundlichkeit der Region.

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Der bereits erwähnte Wermutstropfen: All das ist über die Landesgrenzen hinaus kaum bekannt. Nur etwa fünf Prozent der Antwortenden schätzten die Positionierung der genannten sowie weiterer Standortvorteile auf internationaler Ebene als gut ein. 27,7 Prozent empfinden sie mangelhaft, 36,1 Prozent unzureichend. 30,6 Prozent sahen sich nicht in der Lage, eine Einschätzung abzugeben. Fast zwei Drittel schlossen sich der These an, dass eine offensive Vermarktung der wichtigsten Standortvorteile für die Imagebildung der Region von Nutzen sein kann. Dabei seien die Themenbereich "Bildung und Forschung" (58,3 Prozent), "wirtschaftliche Rahmenbedingungen" (55,6 Prozent), "Innovation und Technologie" sowie "Qualifizierung der Bevölkerung" (je 52,8 Prozent) am besten geeignet, um im internationalen Wettbewerb besondere Aufmerksamkeit zu erregen. Die favorisierten Multiplikatoren zur Imageverbesserung in der internationalen Öffentlichkeit sind Wirtschaftsmedien und Fernsehen (je 52,8 Prozent), Fachzeitschriften (38,9 Prozent) und Nachrichtenagenturen (33,3 Prozent).

Frank Ruhland | HOSS PR GmbH
Weitere Informationen:
http://www.hosspr.de

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