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Deutschland muss in der beruflichen Weiterbildung international attraktiver werden

05.06.2001

BMBF veröffentlicht Studie zum europäischen und internationalen Weiterbildungsmarkt

Weiterbildung wird immer stärker zu einer auch internationalen Dienstleistung. Offene Grenzen und neue Technologien beschleunigen die Entstehung und weltweite Vermarktung von Bildungsprodukten. Auf rund zwei Billionen US $, ein Zwanzigstel des weltweiten Bruttoinlandsproduktes, wird zur Zeit der Wert des Bildungsmarktes geschätzt.

Deutsche Weiterbildungsanbieter richten ihre Produkte im Vergleich zu den USA, Großbritannien und Australien vorwiegend auf den lokalen und regionalen Markt aus. Das bestätigt die jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlichte Studie, die von der Arthur Andersen Managementberatung GmbH erarbeitet wurde. Ziel der Studie war in erster Linie die Erstellung von Handlungsempfehlungen zur Stärkung des deutschen Weiterbildungsangebotes auf dem internationalen Bildungsmarkt. Dies ist Teil der Initiative der Bundesregierung zur Steigerung der Attraktivität des Bildungsstandortes Deutschland.

Die Studie weist auf eine Reihe von Vorteilen des deutschen Weiterbildungsmarktes für ein stärkeres internationales Engagement hin, so z. B.

  • nach wie vor hohes Ansehen der deutschen Berufsbildung im Ausland
  • große Zahl von spezialisierten Anbietern, breite Produktpalette
  • spezifisches Know-how in Innovationsbereichen (Solar- und Energietechnik, Maschinenbau, Lasertechnik, Transportwesen etc.)
  • gute technische Ausstattung der Weiterbildungseinrichtungen

Diese Vorteile werden jedoch bislang wenig genutzt. Trotz inhaltlich hoher Qualität sind die deutschen Weiterbildungsangebote eher angebots- als nachfrageorientiert. Es mangelt an fremdsprachigen Angeboten, international marktfähigen Abschlüssen und begleitenden Serviceleistungen.

Um Anstöße zu geben bietet die Studie, neben einer ausführlichen Untersuchung der Marktsituation in der deutschen Weiterbildung mit entsprechenden Handlungsempfehlungen, in ihrem zweiten Teil umfangreiche Detailanalysen zu insgesamt 11 Ländern, darunter den USA, Brasilien und Australien. Den untersuchten Zielmärkten werden konkrete Hinweise zur Verbesserung der Transparenz, der Qualität und Bedarfsorientierung, zur Entwicklung von Internationalisierungsstrategien und zur Qualifizierung von Personal gegeben.

Das BMBF wird mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft, den Sozialpartnern und den Trägern der beruflichen Weiterbildung gemeinsam Strategien und praktische Umsetzungsmöglichkeiten der Empfehlungen der Studie beraten. Das betrifft vor allem den Bereich Beratung und Information sowie Produktentwicklung.

Die Studie kann unter folgender Adresse bezogen werden:

Bundesministerium für Bildung und Forschung Referat Öffentlichkeitsarbeit 53170 Bonn Fax: 01888/5673917 E-Mail: books@bmbf.bund.de

| Pressedienst

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