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Talfahrt bei Aktien setzt sich fort

14.05.2004

Bei großer Unsicherheit und Kaufzurückhaltung hielt die Abwärtstendenz an den internationalen Aktienmärkten auch in dieser Woche an. Im Verlauf dieser ausgepräten Kurskorrektur wurden wichtige Unterstützungslinien durchbrochen: beim DAX die 3780 Punkte ebenso wie beim Dow Jones die psychologisch wichtige 10.000-Marke. Im Mittelpunkt der Anlegerängste stand die Zins- und Inflationsentwicklung, ausgelöst durch einen weiter steigenden Ölpreis, die angespannte Lage im Nahen Osten und ein Rekordhoch beim US-Haushaltsdefizit. Hinzu kommt eine allgemeine Verunsicherung, die sich etwa daran ablesen lässt, dass neue Konjunkturnachrichten regelmäßig als für die Börse negativ interpretiert werden, egal ob sie gut oder schlecht ausfallen. Unter besonderen Druck gerieten neben den vom Ölpreis geschädigten Luftfahrtgesellschaften die Finanzwerte, bei denen die befürchteten Zinserhöhungen belasten.

Aufgrund der insgesamt trüben Stimmung und der deutlich verschlechterten Charttechnik befürchten die Experten der Commerzbank, dass die Konsolidierung zunächst anhalten wird. Privatanleger sollten sich deshalb mit Neuengagements zurückhalten, auch wenn aus fundamentaler und mittlerer Sicht unverändert fast alles für eine Anlage in Aktien spricht.

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Die Angst vor steigenden Zinsen belastet auch die Rentenmärkte. Die Volkswirte der Commerzbank rechnen zwar erst für den Herbst mit einer ersten Zinsanhebung durch die amerikanische Notenbank. Danach aber dürfte der Expansionsgrad der Geldpolitik zügig zurückgedreht werden. Auf Sicht eines Jahres ist eine Zinsverteuerung um 2 Prozentpunkte durchaus möglich. Entsprechend werden zehnjährige amerikanische Staatsanleihen auf eine Rendite von rund 5% steigen. In Europa wird der Zinsanstieg deutlich geringer ausfallen. Doch zeichnet sich auch hier für zehnjährige Papiere eine Rendite von 4,75% ab. Anleger sollten wegen des damit einhergehenden Risikos Papiere mit kurzen Laufzeiten oder variabel verzinsliche Anlage bevorzugen.

Diese Ausarbeitung richtet sich ausschließlich an Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Die in der Ausarbeitung enthaltenen Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers im Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung.

Hinweise auf mögliche Interessenkonflikte: Der Commerzbank-Konzern, bzw. mit diesem verbundene Unternehmen, halten an der Gesellschaft oder den Gesellschaften deren Wertpapiere Gegenstand der Ausarbeitung sind, mindestens ein Prozent des Grundkapitals oder können eine entsprechende Beteiligung halten. Auch Organe, Führungskräfte sowie Mitarbeiter halten möglicherweise Anteile oder Positionen an Wertpapieren oder Finanzprodukten, die Gegenstand von Ansichten, Einschätzungen oder Bewertungen sind. Die Commerzbank hat zudem möglicherweise einem Konsortium angehört, das die Emission von Wertpapieren der Gesellschaft, die Gegenstand der Ausarbeitung sind, übernommen hat. Die Commerzbank kann ferner auch Bankleistungen oder Beratungsleistungen für den Emittenten von solchen Wertpapieren erbringen und betreut möglicherweise analysierte Wertpapiere auf Grund eines mit dem jeweiligen Emittenten geschlossenen Vertrages an der Börse oder am Markt. Organe der Commerzbank bzw. Mitarbeiter können zudem Aufsichtsratsfunktionen bei Emittenten wahrnehmen, deren Wertpapiere Gegenstand der Ausarbeitung sind. Ó2004; Herausgeber: Commerzbank Aktiengesellschaft, Kaiserplatz, 60261 Frankfurt am Main. Diese Ausarbeitung oder Teile von ihr dürfen ohne Erlaubnis der Commerzbank weder reproduziert noch weitergegeben werden.

| Commerzbank AG
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