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Krieg der Zahlungssysteme fordert Tribut. Die Deutsche Bank 24 nimmt Online-Bezahlsystem eCash vom Markt.

28.05.2001


Der Kampf um die Vorherrschaft beim sicheren Bezahlen im Internet ist in vollem Gang - und immer mehr Beteiligte steigen aus. Heute nimmt die Deutsche Bank 24 das Online-Bezahlsystem eCash vom Markt. Der Grund: Vorausbezahlte Systeme werden sich nicht durchsetzen, prognostiziert die Mummert + Partner Unternehmensberatung. Bisher zahlen nur 1,5 Prozent der Online-Shopper mittels elektronischer Geldbörse.


Die Vielzahl von Bezahlsystemen im Internet schreckt die Nutzer ab. Drei von vier Neulingen beim Online-Shopping bevorzugen die konventionelle Rechnung. Die Folge für die Händler: Zusätzliche Kosten durch das notwendige Forderungsmanagement und die hohe Betrugsquote beim Online-Shopping. Bestellungen per Nachnahme kosten die Händler mindestens drei Mark. Das Ergebnis: Ein einheitliches Internet-Zahlungssystem ist zumindest aus Händlersicht dringend erforderlich.

Vorausbezahlte Systeme, sogenannte elektronische Geldbörsen, haben jedoch nach Experteneinschätzung kaum Überlebenschancen. Der Grund: Die geringe Marktdurchdringung macht eine kostengünstige Abwicklung bei vorausbezahlten Systemen unmöglich. Nach dem Aus für Cybercoins nimmt nun die Deutsche Bank 24 das System eCash heute vom Markt. Zu wenig Web-Shopper hatten mittels dieser Software-Geldbörse bezahlt.


Die Zukunft gehört E-Payment-Systemen, die den Zugang zu existierenden Zahlmitteln via Internet oder Handy benutzen, so die Einschätzung der Mummert + Partner Unternehmensberatung. Dabei spielen insbesondere psychologische Gründe wie die Vertrautheit mit bekannten Zahlmitteln eine Rolle: Noch immer hegt ein Großteil der Internetnutzer Sicherheitsbedenken. Immerhin vertreten 64 Prozent der Verbraucher die Auffassung, dass eine sichere, verschlüsselte Übertragung den Online-Einkauf attraktiver machen würde. Der weitere Nutzen für Kunden wie Händler liegt in den einfach zu nutzenden Systemen. Für die Banken ist die kostengünstige Abwicklung der Transaktionen über die bestehende Infrastruktur interessant. Sie können ihre Kunden durch ein Angebot eines Internet-Zahlungssystems an sich binden und neue Kunden gewinnen. 73 Prozent der Kreditinstitute geben an, dass Mobile Payment mittels UMTS in Zukunft die größte Bedeutung haben wird. 78 Prozent erwarten, mit dem mobilen Bezahlen den größten Umsatz im M-Commerce zu erzielen, ergab eine Studie der Mummert + Partner Unternehmensberatung.

| ots

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