Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Indische IT-Firmen unter Druck

05.05.2004


Anbieter müssen höhere Gehälter zahlen

Indische IT-Anbieter, die bisher vom Outsourcing-Boom profitiert haben, müssen ihren eigenen Technikern künftig mehr zahlen, um sie bei der Stange zu halten. Gleichzeitig können Firmen wie Infosys, Wipro oder Satyam Computer ihren Auftraggebern für die Arbeitsstunden weniger verrechnen als noch vor kurzem. Dadurch dürfte es mit den hohen zweistelligen Zuwachsraten für die indischen IT-Firmen in Zukunft vorbei sein, berichtet das Wall Street Journal.

Die Profitabilität der indischen Dienstleister ist gefährdet, heißt es in einem aktuellen Bericht von ABN Amro zur Situation der Softwareindustrie auf dem Subkontinent. Der Kostenvorteil der indischen Anbieter sei unter Druck. Der Abschied vom Profitparadies schlägt sich für die indischen IT-Größen bereits in den aktuellen Zahlen nieder. So sind die Nettogewinne der drei größten gelisteten Software-Gesellschaften des Landes, von Infosys, Wipro und Satyam Computers, im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar noch immer um 29 Prozent angestiegen. Gegenüber den goldenen Zeiten zu Beginn des Jahrhunderts bedeutet dies aber einen herben Rückschlag. 2000 bzw. 2001 konnten die Unternehmen noch mit einer Verdopplung ihres Gewinnes aufwarten. Im laufenden Jahr könnte der Gewinnzuwachs laut Meinung von Analysten sogar auf unter 20 Prozent fallen.



Die indischen Firmen leider darunter, dass auf ihrem eigenen Heimmarkt plötzlich westliche Firmen auftauchen und dadurch die Gehälter für Techniker in die Höhe treiben. Accenture etwa hat bereits kundgetan, seine Beschäftigtenzahl in Indien bis Dezember auf 10.000 zu verdoppeln. Ähnliche Pläne gibt es bei der britischen Xansa sowie den US-Größen IBM, Hewlett-Packard sowie Electronic Data Systems. Diese westlichen Firmen zahlen ihren Beschäftigten in der Regel Gehälter, die um 30 Prozent über den bei indischen Unternehmen üblichen Löhnen liegen. Bisher haben sich indische Softwarespezialisten oft mit weniger als einem Fünftel des Gehalts ihrer Kollegen in Industrieländern begnügen müssen.

Durch die besseren Gehälter, die westliche Firmen zahlen, kommen die indischen IT-Unternehmen unter Druck, hier ebenfalls nachzuziehen. Bereits im vergangenen Jahr haben die Software-Companies ihre Zahlungen um 15 bis 20 Prozent erhöht, um die Mitarbeiter nicht zu verlieren. Dabei kostet, so schätzen Analysten, die indischen Softwareriesen bereits eine Gehaltserhöhung von zehn Prozent rund 1,5 Prozent des Umsatzes. Die zunehmende Konkurrenz durch Firmen aus Industrieländern auf dem eigenen Markt bringt aber auch die Einnahmen unter Druck. So verrechnen etwa Infosys und Wipro ihren Kunden 24 Dollar pro IT-Arbeitsstunde gegenüber 27 Dollar im Jahr 2000.

Georg Panovsky | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.infosys.com
http://www.wipro.com
http://www.satyam.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Online-Quickcheck »Frugal Innovation Index« macht Unternehmen fit für Entry-Level Produkte
19.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Innovationskraft stärken – IAT untersuchte öffentliche und private Innovationsaktivitäten in NRW
12.04.2017 | Institut Arbeit und Technik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung