Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektronik und Informationstechnik revolutionieren Medizin

27.04.2001


Elektronik und Informationstechnik haben in
den letzten Jahren die Entwicklung der Medizin auf vielen Gebieten
revolutioniert. Nicht zuletzt geprägt von technischen Geräten, die
modernste physikalische Methoden ausnutzen. Digitale Techniken helfen
sowohl bei der Verbesserung medizinischer Leistungen und bei der
Einsparung von Kosten.
  
   Immer dann, wenn Mediziner und Ingenieure eng zusammenarbeiten,
hilft es dem medizinischen Fortschritt und dem Patienten. Das ist
nicht zuletzt einer der Gründe, weshalb sich der VDE Verband der
Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik und die Deutsche
Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) jetzt
zusammengeschlossen haben.
  
   Erklärtes Ziel ist, mehr Effizienz und Synergien für die
Biomedizintechnik zu erreichen, die Zusammenarbeit zwischen
Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Ärzten zu verbessern und den
Wissenstransfers innerhalb der Schlüsseltechnologien zu optimieren.
Die 600 Mitglieder starke DGBMT wird unter dem Dach des VDE (34.000
Mitglieder) eine eigene Fachgesellschaft bilden.
  
   Ohne Elektronik und Informationstechnik ist die moderne Medizin
nicht vorstellbar: Neue Techniken der Bildverarbeitung vereinfachen
und erweitern die ärztlichen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
Hochauflösende Bildgebungsverfahren erzeugen digitale Bilder aus dem
Inneren des menschlichen Körpers, die mit Computern bearbeitet und
auf kompakten Speichermedien archiviert werden können. Mit der
Tele-Medizin verbinden schnelle Datennetze niedergelassene Fachärzte
mit den technischen Möglichkeiten von zentralen Klinikabteilungen.
  
   Mikrosysteme übernehmen lebenswichtige Funktionen. Sie werden
überall dort gebraucht, wo kleine und kompakte Bauformen gefragt
sind. Das trifft insbesondere auf Implantate zu. Minimal-invasive
Therapie- und Chirurgieverfahren versprechen mit gezielten Eingriffen
Patientenschonung und Kostenreduktion.
  
   Die Fernsteuerbarkeit miniaturisierter Operationsbestecke erlaubt
die Trennung von Operationssaal und Arzt. Laser dienen als
Allzweckwerkzeuge für Diagnose und Therapie. Mikrostrukturtechniken
erlauben Sensor- und Aktuatorsysteme so zu verkleinern, dass
beispielsweise implantierbare intelligente Medikamenten-Dosierpumpen
realisiert werden können.
  
   Diese Trends werden sich in den nächsten Jahren weiter verstärken.
VDE und DGBMT bewerten Elektronik, Informationstechnik und Biomedizin
als eine der großen Technologie- und Wachstumslokomotiven. "In der
Fusion sehen wir einen wichtigen Schritt zur Förderung der
Medizintechnik, des Know-how-Transfers und des Technikstandorts
Europa in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte", so der
Generalsekretär des VDE, Dr.-Ing. Friedrich D. Althoff.
  
   Der 34.000 Mitglieder starke VDE ist einer der großen
wissenschaftlichen Verbände Europas und Sprecher der
Schlüsseltechnologien Elektrotechnik, Elektronik und
Informationstechnik. Mehr als die Hälfte seiner Mitglieder sind
direkt oder indirekt auf dem Gebiet der Informations- und
Kommunikationstechnik tätig. Die Medizintechnik ist innerhalb des VDE
bisher in der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) und der
VDE/VDI -Gesellschaft Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik
(GMM) angesiedelt. Die Themenschwerpunkte reichen von der Telemedizin
über Bio-Chips bis hin zur Mikrosystemtechnik, beispielsweise in der
minimal-invasiven Chirurgie. Darüber hinaus ist der VDE auf dem
Gebiet der medizintechnischen Normung und Produktprüfung aktiv. Über
400 ehrenamtliche Experten erarbeiten in der Deutschen
Elektrotechnischen Kommission im DIN und VDE (DKE) medizintechnische
Normen. Das VDE-Institut prüft medizinisch-technische Geräte
weltweit.
  
   Die DGBMT ergänzt dieses Spektrum in idealer Weise: Ihr gehören
Ärzte, Ingenieure, Naturwissenschaftler und medizintechnische Firmen
aus dem In- und Ausland an. "Elektronik, Informationstechnik und
Maschinenbau haben in den letzten Jahren die Entwicklung der Medizin
sowie die biologischen Wissenschaften auf vielen Gebieten
revolutioniert. Nicht zuletzt geprägt von technischen Geräten, die
modernste physikalische Prinzipien ausnutzen. Digitale Techniken
helfen sowohl bei der Verbesserung medizinischer Leistungen wie bei
der Einsparung von Kosten", so der Vorsitzende der DGBMT im VDE,
Professor Dr.-Ing. Armin Bolz. Und sie werde den konvergierenden
Informations-, Medizin- und Mikrotechnologien eine gemeinsame
Plattform und Stimme geben.
  
   Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren,
Naturwissenschaftlern und Medizinern werden Chancen und Folgen neuer
technologischer Entwicklungen abgeschätzt, Trends geschaffen - und
das Thema "Sicherheit" beim Entwurf und der Einhaltung von Normen und
Richtlinien auf medizintechnischem Gebiet gefördert.
  
   Allzu oft wird die Zusammenschaltung von Geräten oder deren
Einbindung in Systeme und Netzwerke durch Schnittstellenprobleme und
fehlende elektromagnetische Verträglichkeit erschwert. Auch hier
bringt die DGBMT im VDE den Sachverstand seiner Mitglieder aus den
Bereichen Anwendung und Prüfung in die Standardisierung und
Gesetzgebung ein.

  
Rückfragen bitte an:
VDE Verband der Elektrotechnik
Elektronik Informationstechnik e.V.
Öffentlichkeitsarbeit
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main

Tel.: 069/6308-218
Fax:  069/96315215
Mail: presse@vde.com

ots |

Weitere Berichte zu: DGBMT Elektronik Informationstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften