Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Was erfolgreiche Unternehmen ausmacht"

07.04.2004


Publikation der KfW Bankengruppe stellt neue Erkenntnisse vor

Nichts ist flüchtiger als der Erfolg. Weil dies so ist, haben die Autoren des Buches "Was erfolgreiche Unternehmen ausmacht" das "scheue Wesen Erfolg" von möglichst vielen Seiten her eingekreist. Neben erkenntnistheoretischen Aspekten der Erfolgsforschung werden volkswirtschaftliche Auswirkungen von Unternehmenspleiten, individuelle Faktoren für Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens sowie Hilfen für Unternehmen in Not am Beispiel der "Runden Tische" der KfW Mittelstandsbank aufgezeigt.

Das Ergebnis der Untersuchungen aus Theorie und Praxis wurde jetzt im Physica-Verlag veröffentlicht und ist ebenso facettenreich wie ernüchternd: Es gibt kein endgültiges Patentrezept für langfristigen unternehmerischen Erfolg. Aber: man kann sich durchaus erfolgreich gegen Unternehmenskrisen wappnen bzw. sogar noch in der Krise gegen das drohende Aus angehen. Schlüsselfigur bei all diesen Szenarien ist der Unternehmer selbst, da Krisen zu 80 Prozent unternehmensinterne Gründe haben.

"Nicht selten wird Eigenkapitalmangel als Hauptursache für eine Unternehmensinsolvenz genannt. In einer wesentlichen Zahl von Fällen dürfte es sich bei diesem Problem aber eher um ein Symptom als um die eigentliche Ursache zu handeln. Häufig verbergen sich hinter Finanzschwierigkeiten verschleppte Krisen. Wenn Probleme aber zu großen Teilen hausgemacht sind, so sind sie im Umkehrschluss auch im selbst Unternehmen lösbar. Die Beratungsangebote der KfW Mittelstandsbank erkennen diese Verantwortung des Unternehmers an und bieten Hilfe", so Hans W. Reich, Vorstandssprecher der KfW Bankengruppe.

Denn der Umgang mit Beratung erweist sich in der aktuellen KfW-Untersuchung als wichtiger Erfolgsfaktor. 96 % der gescheiterten Unternehmen verzichten ganz auf Beratung oder begeben sich in eine Dauerberatung. Nur 4 % nehmen Beratung gezielt nach Bedarf in Anspruch. Bei den erfolgreichen Unternehmen sind es hingegen 60 %, die den goldenen Mittelweg gehen. Die Quintessenz: Beratung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor - aber nur, wenn sie punktuell erfolgt und die Verantwortung beim Unternehmer bleibt.

Ähnlich einem Baukasten sind unternehmerische Erfolgsgrößen wie Controlling, Marketing, Personalführung, Finanzierung oder auch persönliche Belastbarkeit nutzbar. Die Kunst der Unternehmensführung besteht darin, so die Autoren des Buches, diese Instrumente zum richtigen Zeitpunkt und mit dem nötigen Nachdruck einzusetzen. Um dies aber erkennen zu können, bedarf es klarer Zielvorstellungen, aktueller Unternehmensdaten und den Mut, auch unbequeme Kurskorrekturen vorzunehmen. Viele Unternehmer ignorieren aber Warnsignale für Schieflagen im Unternehmen oder scheuen die unliebsamen Konsequenzen. Für jene, die Defizite noch rechtzeitig erkennen, gibt es das Kriseninstrument der "Runden Tische", deren Funktion und Mechanismen ebenfalls in einem Beitrag thematisiert werden.

Bei aller Vielfalt der vorgelegten Ergebnisse durchzieht eine Botschaft sämtliche Kapitel des Buches: "Aussitzen ist tödlich". Die Autoren lassen den Leser aber nicht mit den gewonnenen Erkenntnissen allein. Ein Serviceteil mit diversen Checklisten, Internetadressen und Literaturhinweisen bietet konkrete Handhabe für die alltäglichen Fragen der Unternehmensführung. Neben Existenzgründern und Jungunternehmern dürften die vorgelegten Ergebnisse auch für Berater bei Banken und Kammern sowie Studenten und Wissenschaftler interessant sein.



Was erfolgreiche Unternehmen ausmacht (ISBN Nr: 3-7908-0147-X)

... mehr zu:
»Erfolgsfaktor

KfW Bankengruppe (Hrsg.)
Physica-Verlag, 213 Seiten
39,95 EUR


Kann direkt bei der KfW (Tel.: 0228-831 8130) versandkostenfrei
bestellt werden und ist in Buchhandlungen erhältlich

| ots

Weitere Berichte zu: Erfolgsfaktor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie