Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jeder fünfte IT-Euro fließt ins Outsourcing

01.04.2004


Studie: "Deutschland verharrt im industriellen Zeitalter"



Offshore-Outsourcing, also die Verlagerung von Geschäftsprozessen in hauptsächlich asiatische Länder, ist neben Nearshore-Outsourcing, der Verlagerung in osteuropäische Länder, eine wirtschaftliche Notwendigkeit für jedes Unternehmen, das im internationalen Wettbewerb bestehen muss. Zu diesem Schluss kommt eine von dem Düsseldorfer Beratungsunternehmen Harvey Nash erstellte Studie. Besonders im Finanz- und Dienstleistungssektor sowie in der Informationstechnik- und Telekommunikations-Branche (ITK) sei Offshore-Outsourcing unerlässlich. In den nächsten vier Jahren soll jeder fünfte Euro aus den IT-Budgets in das Outsourcing fließen.

... mehr zu:
»Outsourcing


Die internationale Verlagerung von ganzen Geschäftsprozessen sei in der Wahrnehmung nur hier zu Lande ein neues Phänomen: "Die deutsche Politik und Wirtschaft hat zu lange die Vorstellung von Deutschland als eines Standortes für Hochtechnologie gepflegt, der immer noch im industriellen Zeitalter verharrt. In den international boomenden Dienstleistungsbranchen ist Deutschland jedoch eine vertrocknete Quelle", kritisiert Harvey-Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski. Nach seiner Ansicht zeichnet sich hinter den aktuellen Offshoring-Diskussionen ein neues Strukturproblem ab: Die verspätete Erkenntnis, dass auch Hochtechnologie- und IT-Entwicklung in anderen Ländern in gleicher Qualität und dabei preiswerter ausgeführt werde.

Für Nadolski bestätigt die Studie, was sein Unternehmen im internationalen Bereich seit einigen Jahren in vielen Projekten an Erfahrung sammelt: "Outsourcing im internationalen Rahmen ist keine Frage von Patriotismus, sondern von Wettbewerbsfähigkeit, der Anpassung an dynamische Märkte und veränderte Rahmenbedingungen. Nicht die Frage ob, sondern wie ich Offshore-Outsourcing mache, in welcher Form und Organisation, steht im Zentrum der Planung unserer Kunden." Die Organisation des Outsourcings ist für Nadolski der entscheidende und erfolgskritische Faktor bei einem Projekt.

Nach der Studie von Harvey Nash wird in den nächsten vier Jahren der Anteil von Outsourcing an den gesamten ITK-Budgets in Deutschland auf rund 20 Prozent steigen - davon werden wiederum rund 50 Prozent durch Offshore-Anbieter erfolgen. Offshore-Outsourcing wird somit zum alltäglichen Phänomen. Angesprochen auf die Kostenvorteile durch Outsourcing sieht Nadolski auch unter Berücksichtigung aller Schnittstellen- und Kommunikationskosten immer einen Netto-Vorteil von mindestens 25 bis 40 Prozent. Für die Wahl von Offshore-Partnern sprechen nach der Studie die hohe Qualität der asiatischen Anbieter - rund die Hälfte der mit dem höchsten Qualitätslevel für IT-Entwicklung (CMM 5) zertifizierten weltweiten Anbieter sind in Asien beheimatet - wie auch die Tatsache, dass die stärksten Wachstumsmärkte der Welt in den nächsten Jahren dort zu finden sind. "Mit jedem weiteren Projekt im internationalen Rahmen wachsen Erfahrung und Techniken in der Vorgehensweise. Gerade beim Outsourcing von Dienstleistungsprozessen können deutsche Kunden von der internationalen Erfahrung der Anbieter profitieren", fügt Nadolski im Hinblick etwa auf die Finanzdienstleister und die ITK-Branche hinzu.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.harveynash.de

Weitere Berichte zu: Outsourcing

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie