Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internetwirtschaft am Scheideweg

29.03.2004


Das Fraunhofer ISI hat in einer Szenario-Analyse die Entwicklungsperspektiven der Internetwirtschaft in Deutschland bis zum Jahr 2010 untersucht. Einen Durchbruch wird es danach nur geben, wenn die Politik die Weichen richtig stellt.



Die deutsche Internetwirtschaft wächst auch in Zukunft - wie schnell, hat jetzt das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung untersucht. Ein verhaltenes Wachstum wie bisher prognostiziert das Karlsruher Institut für den Fall, dass Impulse von Politik, Wettbewerb und technischer Entwicklung ausbleiben. Doch auch einen neuen Boom, wenngleich mit anderen Schwerpunkten, hält Projektleiter Bernd Beckert für möglich: "Dazu muss die Politik die Weichen richtig stellen", sagt Beckert.

... mehr zu:
»Internetwirtschaft


Vor allem in fünf Bereichen kann die Politik handeln, um der Internetwirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen und die Internet-basierten Wirtschaftsbereiche als Leitbranchen der deutschen Wirtschaft zu etablieren:
  • Bei schnellen Internetzugängen muss echter Wettbewerb stattfinden, insbesondere zwischen DSL und Kabel-TV-Netz.
  • Das digitale Fernsehen sollte wie geplant eingeführt werden. Die Bundesregierung geht von einer vollständigen Umstellung bis zum Jahr 2010 aus.

  • Es muss angepasste Regelungen zur Wahrung intellektueller Eigentumsrechte und zum Datenschutz im digitalen Zeitalter geben.
  • Verwaltungen müssen einheitliche Strategien für das E-Government finden.
  • Das hohe Niveau bei der IT-bezogenen Aus- und Weiterbildung sollte gehalten werden.

Neben den politischen Einflüssen bewertete das Fraunhofer ISI für die Szenario-Analyse weitere Faktoren, darunter das Angebots- und Nachfrageverhalten, technische Trends, allgemeine Konjunkturentwicklung und das gesellschaftliche Klima.
Die Studie des Fraunhofer ISI wurde gemeinsam mit dem Europäischen Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen für das Bundesministerium für
Wirtschaft und Arbeit erstellt. Die Empfehlungen flossen in den Masterplan zur Informationsgesellschaft der Bundesregierung ein.

Weitere Informationen:
Dr. Bernd Beckert
Telefon: (0721) 6809 - 171
E-Mail: b.beckert@isi.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI untersucht Marktchancen technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf die Bereiche Energie, Umwelt, Produktion, Kommunikation und Biotechnologie sowie auf Regionalforschung und Innovationspolitik.

Bernd Müller | Fraunhofer ISI
Weitere Informationen:
http://www.isi.fraunhofer.de/iuk
http://www.isi.fraunhofer.de/pr/2004de/pri08/pri08.htm

Weitere Berichte zu: Internetwirtschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Der Dauerläufer: Starke Binnennachfrage macht diesen Aufschwung robuster als seine Vorgänger
17.10.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Positiv für die Volkswirtschaft: Die Zahl der Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen steigt weiter
12.10.2017 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik