Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UMTS-Lizenzen 2001: Das Rennen ist gelaufen

10.04.2001


... mehr zu:
»UMTS-Lizenz
Dieses Jahr werden noch in elf europäischen Ländern UMTS-Frequenzen vergeben. Dennoch ist das Rennen um die Marktführerschaft gelaufen. Davon geht die Mummert + Partner Unternehmensberatung aus. Der Grund: Europaweit
kann kein Unternehmen den Vorsprung der Branchenführer Vodafone und France Télecom mehr einholen. Trotzdem bieten Länder wie Frankreich, Dänemark und Irland kurzfristig gute Umsatzpotenziale. Langfristig interessant sind Tschechien und Ungarn.

Für 2001 sind noch Lizenzvergaben in Irland, Luxemburg, Frankreich, Griechenland, Dänemark und sechs osteuropäischen Ländern angekündigt. Mit Ausnahme von Frankreich handelt es sich um eher kleine Märkte: Sieben der elf Länder haben weniger als zehn Millionen Einwohner.

Deswegen wird die französische Vergabe im Juli die wichtigste im Jahr 2001 sein. Mit Überraschungen rechnen die UMTS-Fachleute von Mummert + Partner nicht: Nur die Branchenführer Vodafone und France Telecom haben sich um je eine der vier Lizenzen beworben. Schon jetzt sind sie als Einzige in allen großen europäischen UMTS-Märkten vertreten - eine Vorentscheidung für die zukünftige

Marktführerschaft.

Auch wenn die UMTS-Lizenzen der verbleibenden Länder für die Marktführerschaft nicht ausschlaggebend sind, lässt sich hier durchaus Geld verdienen. Mittelfristig ist in Osteuropa aufgrund des wirtschaftlichen Abstands zum Rest Europas nicht mit großen Umsätzen zu rechen. Da die Lizenzen jetzt aber zu relativ günstigen Preisen erworben werden können, versprechen gerade Länder mit hohem Wirtschaftswachstum langfristig durchaus gute Gewinne.

Nachdem in Polen die Frequenzen schon im letzten Jahr vergeben wurden, bieten in Osteuropa dieses Jahr besonders Ungarn und Tschechien interessante Perspektiven. Beide Länder haben mehr als zehn Millionen Einwohner und grenzen direkt an die Europäische Union (EU). Danach folgen Kroatien und Slowenien. Auch diese beiden Länder können eine exzellente Wirtschaftsentwicklung vorweisen und sind beliebte Urlaubsziele. Die Schlusslichter im europäischen Vergleich bilden Lettland und die Slowakei. Lettland hat nur knapp 2,5 Millionen Einwohner und liegt weit vom Kerngebiet der EU entfernt. Schlusslicht Slowakei hinkt bei der wirtschaftlichen Entwicklung den anderen osteuropäischen Staaten weit hinterher.

Mittelfristig sind in Westeuropa nach Frankreich vor allem Dänemark und Irland interessant. Beide sind stark in die europäische Wirtschaft eingebunden und grenzen mit Großbritannien und Deutschland direkt an große Länder. Neben den Einheimischen werden hier auch viele internationale Geschäftsreisende den UMTS-Service nutzen - eine der wichtigsten Zielgruppen beim Start der neuen Mobilfunkdienste. Abschließend folgen Luxemburg und Griechenland. Die Luxemburger sind zwar potenziell besonders zahlungskräftige Kunden, aber mit unter einer halben Million Einwohnern zu wenige. Griechenland ist nach Frankreich der größte verbleibende westeuropäische Markt. Hier werden zusätzlich viele Touristen den potenziellen UMTS-Kundenkreis erweitern. Aufgrund der dezentralen Lage und des vergleichsweise geringen Pro-Kopf-Einkommens stufen die Mummert + Partner-Experten Griechenland hinter Dänemark und Irland ein.   

ots | idw

Weitere Berichte zu: UMTS-Lizenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitsmarkt bleibt im Aufwind
27.04.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland
25.04.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie