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Deutschland auch im Februar wieder führend bei der Steigerung der Arbeitsproduktivität in der Eurozone

18.03.2004

NTC Research erstellt die europäischen Produktivitäts-Indizes für Deloitte. Sie leiten sich aus den Daten der einzelnen Purchasing Managers’ Indizes(R) (PMI(R)) ab, die bei den Umfragen zu den Geschäftsbedingungen unter 5000 Unternehmen aus ganz Europa ermittelt werden.

Ein Indexwert von 50 signalisiert keine Veränderung der Produktivität gegenüber dem Vormonat, ein Wert über 50 kennzeichnet Wachstum und ein Wert unter 50 einen Rückgang der Produktivität. Je größer die Differenz zum Referenzwert von 50, desto größer ist die Veränderung. Alle Daten sind saisonbereinigt.

Deutschland verzeichnete bei der Steigerung der Arbeitsproduktivität im Februar erneut kräftige Zuwächse. Im Vergleich zum Vormonat beschleunigte sich das Wachstum sogar noch um einen Tick. Dies signalisierte der Deloitte-Produktivitäts-Index für Deutschland, der im Berichtsmonat auf 58.5 von 58.3 im Januar stieg. Zurückzuführen war der Anstieg auf die Erhöhung der Arbeitsproduktivität in der Industrie und im Dienstleistungssektor. Deutschland bestätigte damit seine führende Rolle bei der Steigerung der Arbeitsproduktivität innerhalb der Eurozone.

Starker Anstieg der Arbeitsproduktivität in der der Eurozone und in Großbritannien

In den drei wirtschaftlich bedeutendsten Ländern innerhalb der Eurozone - Deutschland, Frankreich und Italien - und in Großbritannien verbesserte sich die Arbeitsproduktivität im Februar kräftig. Besonders erfreulich war die Entwicklung im Dienstleistungssektor.

Starke Zuwächse bei der Produktivität verzeichnete Frankreich, wenngleich der Anstieg hier erneut etwas schwächer ausfiel als in Deutschland. Gleichzeitig war das Produktivitätswachstum in Italien schwächer als in Frankreich und Deutschland.

Substanzielles Wachstum der Arbeitsproduktivität verzeichnete im Februar auch Großbritannien. Doch nachdem die Zuwächse im Februar zum zweiten Mal in Folge schwächer ausfielen, sank das Produktivitätswachstum zum ersten Mal seit Januar 1999 unter den Durchschnittswert, der innerhalb der Eurozone gemessen wurde.

Arbeitsproduktivität wächst auf breiter Basis

Die Deloitte Eurozone Produktivitäts-Indizes messen nicht nur die Arbeitsproduktivität auf nationaler Ebene, sondern liefern auch genaue sektorenspezifische Daten für die gesamte EU. Von den 24 von der Umfrage erfassten Sektoren verzeichneten alle außer einem im Februar Wachstum. Besonders gut abgeschnitten haben im Berichtsmonat die Dienstleistungssektoren, die die ersten drei Plätze der Rangliste belegen. Spitzenreiter war der Finanzdienstleistungsbereich. Joerg Schiele, verantwortlicher Partner für den Bereich Human Capital Services bei Deloitte Deutschland und Mitglied des Internationalen Management Teams Human Capital Services, sagte zu den Ergebnissen der Januarumfrage:

"Hauptantriebskraft für die substanzielle Steigerung der Arbeitsproduktivität in Deutschland waren die Ausweitung der Produktion in der Industrie und im Dienstleistungssektor. Darüber hinaus beschleunigte sich das Wachstum nochmals leicht und blieb damit oberhalb des Durchschnittswerts der Eurozone. Und obwohl die Beschäftigung aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks anlässlich des starken Euro weiter abgebaut wurde, verlangsamte sich der Beschäftigungsabbau leicht. Allerdings ist auch für die kommenden Monate davon auszugehen, dass der Druck auf den Arbeitsmarkt weiterhin sehr hoch bleiben wird und mit einer nachhaltigen Erholung des Arbeitsmarktes nicht zu rechnen ist."

Anmerkungen

Der Deloitte Produktivitäts-Index leitet sich aus Umfrageergebnissen zu den Geschäftsbedingungen ab, die von NTC Research europaweit bei Unternehmen für die Erstellung des Purchasing Managers’ Index erhoben werden. Das Umfragepanel ist hinsichtlich der Branchenzugehörigkeit, der Unternehmensgröße und geographischer Gesichtspunkte repräsentativ für die Industrie und den Dienstleistungssektor in Europa.

NTC analysiert die Daten zur Leistung und zur Beschäftigung jedes einzelnen Unternehmens und berechnet daraus einen Wert, der die Produktivitätsveränderung der einzelnen Sektoren widerspiegelt. Die Daten sind entsprechend dem jeweiligen Beitrag eines Landes, den der Sektor zur EU-Bruttowertschöpfung beiträgt, gewichtet und saisonbereinigt. Die Sektoren werden gewichtet und im Gesamt-EU-Produktivitäts-Index zusammengefasst. Ein Indexwert von 50 signalisiert keine Veränderung der Produktivität gegenüber dem Vormonat, ein Wert über 50 kennzeichnet Wachstum und ein Wert unter 50 einen Rückgang der Produktivität. Je größer die Differenz zum Referenzwert von 50, desto größer ist die Veränderung.

Deloitte

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Als einzige der Big Four bietet Deloitte ein umfassendes Leistungsspektrum aus Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit mittlerweile 3.200 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 90 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus fast allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund mit Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 120.000 Mitarbeitern in nahezu 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte Touche Tohmatsu ist ein Verein schweizerischen Rechts und haftet als solcher nicht für seine Mitgliedsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen, auch wenn sie unter den Bezeichnungen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftreten, sind rechtlich selbstständig und unabhängig und haften nicht für das Handeln oder Unterlassen eines anderen Mitgliedsunternehmens.

Der Bereich Human Capital Services gehört weltweit zu den drei größten Anbietern für Vergütungs-, Aktuarien- und HR-Beratung.

NTC Research

NTC ist weltweit einer der größten Spezialanbieter von Konjunkturforschungs-Daten, die im Auftrag führender Unternehmen aus allen Bereichen der Wirtschaft erhoben werden. Derzeit erstellt NTC auf kontinuierlichen Umfragen beruhende Wirtschaftsberichte zu Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Österreich, Irland, Griechenland, Russland, Polen, die Tschechische Republik, Hong Kong und Japan. Die Umfrageergebnisse werden von Wirtschafts- und Finanz- sowie staatlichen Stellen genutzt.

Antonia Wesnitzer | Deloitte & Touche
Weitere Informationen:
http://www.ntc-research.com

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