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Russland-Tag auf der Hannover Messe: Deutsch-Russische Wirtschaftsbeziehungen im Aufschwung

24.04.2001


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»Ost-Ausschuss
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die deutsch-russische Wirtschaftskooperation haben sich verbessert, erklärte der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Werner Müller anlässlich des Russischen
Wirtschaftstages am 23. April in Hannover. An der vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und der Delegation der Deutschen Wirtschaft ausgerichteten Konferenz nahmen rund 300 Wirtschaftsvertreter teil. Das Ziel der Konferenz war, den Stand und die Perspektiven der bilateralen Wirtschaftskooperation zu durchleuchten und die wirtschaftspolitischen Prioritäten der russischen Regierung zu erfahren.

      Der russische Ministerpräsident Michail Kassjanov verwies auf das starke Wachstum der russischen Wirtschaft und versicherte, dass seine Regierung alles daran setzen werde, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren zu verbessern. Erste Reformschritte seien bereits eingeleitet, weitere würden im Verlauf des Jahres folgen.

      "Bei dem jetzt günstigen weltwirtschaftlichem Umfeld hätte sich die deutsche Wirtschaft mehr vorzeigbare Ergebnisse in der deutsch-russischen Zusammenarbeit gewünscht", so Klaus von Menges, Sprecher des Länderkreises im Ost-Ausschuss und Vorstandsvorsitzender der Ferrostaal AG. Er verwies auf die Chancen der deutschen Unternehmen in den klassischen Industriebereichen. Die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sollte, so v. Menges, der Rohstoff- und Energiesektor, sowie der Hochtechnologie- und Dienstleistungssektor bilden. Russland habe auf dem Gebiet des Bank- und Finanzwesens erste Reformen eingeleitet. Durch den Abbau der Zahlungsrückstände seien bei den Mitgliedsländern des Pariser Klubs die Voraussetzungen für eine weitere finanzielle Zusammenarbeit geschaffen worden. Der Hermes-Plafonds in Höhe von einer Milliarden DM kann aller Voraussicht nach in Kürze wieder ohne jede Einschränkung genutzt werden.

      Hervorzuheben sei auch, dass die Gläubiger nichtstaatlich garantierter Handelsforderungen sich am 12. April 2001 in London mit dem russischen Stellvertretenden Finanzminister Sergeij Kolotuchin über Rückzahlungskonditionen geeinigt haben. Nach Auskunft von russischer Seite handelt es sich um eine Summe von rund zwei Milliarden USD. Die Konditionen orientieren sich an den Abmachungen des Londoner Klubs von 1997, die mit einem Teilschuldenerlass verbunden waren.

      Im Rahmen des Wirtschaftstages Russland haben die beiden Wirtschaftsmetropolen Moskau und St. Petersburg die Vorteile der beiden Städte für eine Wirtschaftskooperation herausgestellt. Sowohl russische als auch internationale Ratings haben die Investitionschancen gerade in Moskau und St. Petersburg als die besten in der Russischen Föderation bezeichnet.

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