Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Initiative zur Mittelstandsfinanzierung: Eigenkapital für den

05.03.2004


Ein neues Beteiligungsmodell für den Mittelstand haben die KfW Mittelstandsbank, die LfA Förderbank Bayern, die Bayerische Garantie Gesellschaft (BGG) und die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft in Anwesenheit des bayerischen Wirtschaftsministers, Otto Wiesheu, am 04.03. in München vorgestellt.

... mehr zu:
»Eigenkapital »LfA

Diese neue Beteiligungsvariante, die unter dem Namen "Eigenkapital für den breiten Mittelstand" firmiert, bietet mittelständischen Unternehmen zusätzliches Eigenkapital im Umfang von 1 Mio. EUR bis zu 5 Mio. EUR. "Damit wird die bisher vorhandene Lücke bei der Versorgung des Mittelstands mit zusätzlichem Eigenkapital spürbar vermindert und ein weiterer wichtiger Baustein für eine verbesserte Mittelstandsfinanzierung geleistet", betonte Wirtschaftsminister Otto Wiesheu. Der Minister begrüßte es, dass "Bayern das erste Bundesland ist, in dem ’Eigenkapital für den breiten Mittelstand’ in die Tat umgesetzt wird." Wiesheu: "Das Pilotprojekt erleichtert über die Erhöhung der Eigenkapitalquote die Finanzierung von Investitionen und trägt damit zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen bei."

Zielgruppe von "Eigenkapital für den breiten Mittelstand" sind solide Unternehmen, die seit mindestens fünf Jahren bestehen und weiteres Wachstumspotenzial erkennen lassen. "Die Beteiligung kann zur Finanzierung zusätzlicher Wachstumsmaßnahmen, zur Optimierung der Kapitalstruktur oder zur Regelung der Nachfolge eingesetzt werden," so Sonnfried Weber, Sprecher der BayBG-Geschäftsführung.


KfW-Vorstandsmitglied Detlef Leinberger betonte die mittelstandsfreundliche Ausgestaltung des Projekts. "In der Regel werden nur Minderheitsbeteiligungen mit einer langen Laufzeit etwa zwischen 6 und 8 Jahren und begrenzter Einflussnahme auf die Geschäftsführung abgeschlossen". Und weiter: "Wir wollen die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt in Bayern nutzen, um auch den etablierten Mittelstand in weiteren Bundesländern zu erreichen. In Bayern ist nun der Startschuss der Initiative gefallen und ich bin zuversichtlich, dass wir langfristig ein flächendeckendes Angebot in Deutschland anbieten können."

"Im Rahmen von ’Eigenkapital für den breiten Mittelstand’ stehen", so Rudolf W. Schmitt, Vorstandsvorsitzender der LfA, "dem bayerischen Mittelstand insgesamt 50 Mio. EUR an zusätzlichem Kapital zur Verfügung. Die Beteiligung wird in Form einer stillen oder offenen Beteiligung oder einer Kombination aus still/offen in die Unternehmen eingebracht. In jedem Fall handelt es sich dabei um wirtschaftliches Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote verbessert sich." Die konkreten Konditionen richten sich nach der Art der Beteiligung und nach dem jeweiligen Risiko. Bei einer stillen Beteiligung setzen sie sich aus einem festen Beteiligungsentgelt und einer gewinnabhängigen Komponente zusammen.

KfW Mittelstandsbank, Frankfurt

Die KfW Mittelstandsbank ist Teil der KfW Bankengruppe und bietet Mittelständlern, Gründern, Freiberuflern und Start-ups geeignete Finanzierungsprogramme für Investitionen in Form von Fremdkapital, mezzaninem Kapital und Beteiligungskapital. Daneben steht ein umfangreiches Beratungsangebot für Unternehmer bereit. Im vergangenen Jahr förderte die KfW Bankengruppe kleine und mittlere Unternehmen mit dem Portfolio der KfW Mittelstandsbank mit 9,1 Mrd. EUR.

LfA Förderbank Bayern, München

Gegründet 1951; eigenständige Spezialbank für eine umfassende Wirtschaftsförderung in Bayern. Kernkompetenz: Unternehmensfinanzierung mit den Geschäftsfeldern Gründung, Wachstum, Innovation, Umweltschutz und Konsolidierung. Finanzdienstleitungen: Darlehen mit und ohne Zinsverbilligung, Risikoübernahmen durch Bürgschaften, Haftungsfreistellungen, Garantien und Beteiligungskapital. In 2002 Neuausreichung langfristiger Darlehen für die bayerische Wirtschaft in Höhe von 1,3 Mrd. EUR

Bayerische Garantie Gesellschaft für mittelständische Beteiligungen (BGG), München

Die BGG ist eine Bürgschaftsbank; derzeitiges Volumen der garantierten Beteiligungen: 260 Mio. EUR; Gesellschafter: LfA Förderbank Bayern, alle bayerischen Banken sowie Kammern und Verbände.

BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH, München

Universalbeteiligungsgesellschaft; 1972 gegründet; investiertes Volumen: 260 Mio. EUR in 570 Partnerunternehmen; Investitionsschwerpunkte: u. a. Wachstums- und Innovationsfinanzierungen, Regelung der Unternehmensnachfolge; Gesellschafter: LfA Förderbank Bayern, Privatbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Verbände, Kammern.

Josef Krumbachner | KfW
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: Eigenkapital LfA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert
22.08.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

6. Leichtbau-Tagung: Großserienfähiger Leichtbau im Automobil

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns

23.08.2017 | Physik Astronomie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten