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Berufsbildungsbericht 2001

25.04.2001


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Bulmahn: "Deutlicher Aufschwung auf dem Lehrstellenmarkt - Situation in den neuen Ländern nicht zufriedenstellend"

Das Bundeskabinett hat heute den Berufsbildungsbericht 2001 beraten und zugestimmt. Dabei ging es um die Bewertung der Ausbildungsbilanz 2000 und die aktuelle Ausbildungssituation. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, äußerte sich positiv über die Entwicklung: "Der Lehrstellenmarkt in Deutschland befindet sich deutlich im Aufschwung. Zum ersten Mal seit vielen Jahren bilden auch die Betriebe wieder mehr aus. Die Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft im Bündnis für Arbeit bringt für die Jugendlichen deutlich mehr Erfolge."

Bis zum 30. September 2000 haben in den alten Ländern 97%, in den neuen Ländern und Berlin rund 94% der Lehrstellensuchenden einen Ausbildungsvertrag erhalten. Die Zahl der neuen betrieblichen Ausbildungsverträge sei gegenüber 1999 deutlich um 14.100 gewachsen. Die Anzahl der Jugendlichen, die am 30. September 2000 noch nicht vermittelt waren, sei im Vergleich zum Vorjahr um 5.700 auf 23.600 zurückgegangen. Bis Ende März konnte ihre Zahl um mehr als 70% auf rund 7.400 verringert werden. In den alten Ländern waren zu diesem Zeitpunkt noch rund 1% (rund 5.000), in den neuen Ländern etwa 1,6% (rund 2.350) Jugendlichen als unvermittelt gemeldet. All diejenigen, die keine Lehrstelle bekommen haben, haben von den Arbeitsämtern ausbildungsvorbereitende Maßnahmen angeboten bekommen.

"Unbefriedigend bleibt aber weiterhin die Lage in den neuen Ländern," so die Ministerin weiter. Hier werden auch in diesem Jahr neben den staatlich finanzierten Plätzen mehr als 100.000 betriebliche Ausbildungsplätze gebraucht. Derzeit entwickelt sich das betriebliche Angebot jedoch eher zögerlich. "Hier muss es in diesem Jahr gelingen, an die positive Entwicklung des Vorjahres anzuknüpfen und verstärkt betriebliche Ausbildungsplätze anzubieten", sagte Bulmahn.

Die Bundesregierung verstärke hier ebenfalls ihre Anstrengungen. So werde die Hälfte der Mittel des Sofortprogramms (Gesamtumfang 2 Milliarden DM) für Maßnahmen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit und zur Schaffung von außerbetrieblichen Ausbildungslätzen in den neuen Bundesländern zur Verfügung gestellt. Auch habe die Bundesregierung bereits beschlossen, dass das Sofortprogramm bis zum Jahr 2003 weiter geführt wird. Darüber hinaus finanziere das Bundesbildungsministerium gemeinsam mit den neuen Ländern in diesem Jahr 16.000 zusätzliche Ausbildungsplätze und rund 200 sogenannte Lehrstellenentwickler, die vor Ort die Betriebe in allen Fragen der Ausbildung beraten und unterstützen.

Betrachtet man die Ebene der Berufe, so konnte vor allem in den neuen Berufen - sowohl in den alten als auch den neuen Ländern - überdurchschnittliche Steigerungsraten erzielt worden. So sind bis zum 30. September 2000 im Vergleich zu 1999 in den neuen IT-Berufen 40,7% bzw. 5.200 Ausbildungsverträge mehr abgeschlossen worden, in den neuen Medienberufen ist ein plus von 57,9% bzw. 2.800 zu verzeichnen. Bulmahn: "Das zeigt, dass wir mit unserer Modernisierungsstrategie auf dem richtigen Weg sind. Deutschland erneuern gilt auch und gerade für die berufliche Bildung! Wir sind 1998 mit gerade mal 15.000 Ausbildungsplätzen in den IT-Berufen gestartet, jetzt sind es bald 50.000."

In diesem Jahr werden bundesweit voraussichtlich 640.000 Jugendliche eine Lehrstelle suchen. "Ich appelliere an alle Unternehmen", so die Ministerin abschließend, "insbesondere in den neuen Bundesländern in einer gemeinsamen Kraftanstrengung, mehr betriebliche Ausbildungsplätze anzubieten. Lassen Sie uns das Versprechen, das wir mit dem Ausbildungskonsens ’jeder junge Mensch, der kann und will, wird ausgebildet’ allen Jugendlichen gegeben haben, auch in diesem Jahr einhalten!"

Der komplette Berufsbildungsbericht 2001 ist
unter ftp://ftp.bmbf.de/berufsbild_ber2001.pdf als pdf-Datei abrufbar.
Er wird als Bundestagsdrucksache voraussichtlich ab Juni 2001 erscheinen und als CD-ROM und Internetversion mit Recherchemöglichkeit ab Juni 2001 zur Verfügung stehen. 
Weitere Informationen erhalten Sie über das Referat Öffentlichkeitsarbeit des BMBF,Telefon (02 28)57 -0.

Pressereferat (LS 13) |

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