Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens Dematic AG: Weltmarktführer für Logistikautomatisierung geht an den Start

09.05.2001


Die Siemens Dematic AG, Nürnberg, die aus der Verschmelzung des Siemens Bereichs Production and Logistics Systems AG (PL) mit der Mannesmann Dematic AG hervorgegangen ist, hat ihre Arbeit aufgenommen. "Durch die Zusammenführung",
so Prof. Dr. Edward G. Krubasik, Mitglied des Zentralvorstands der Siemens AG, "haben wir unser Ziel, Marktführer in der Logistikautomatisierung zu werden, erreicht." Das Geschäftsportfolio des neuen Unternehmens umfasst die Logistikautomatisierung, Systeme und Anlagen zur Briefsortierung, Automatisierungstechnik für die Elektronikfertigung sowie das Krangeschäft. Insgesamt beschäftigt das neu gegründete Unternehmen rund 21.000 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von etwa fünf Mrd. EUR. Sitz des Unternehmens ist Nürnberg. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Dr. Dietmar Straub, zuvor Vorstandsvorsitzender der Mannesmann Dematic AG, berufen.

Durch die sehr gute Ergänzung der geschäftlichen Aktivitäten von Siemens und Dematic entsteht mit dem neuen Unternehmen der weltweit führende Anbieter in der Logistikautomatisierung. "Siemens Dematic hat exzellente Entwicklungs-Perspektiven", so Straub. "Mit den nun zusammengeführten Kompetenzen wird das Unternehmen das gesamte Potential, das für die Realisierung durchgängiger und integrierter Lösungen notwendig ist, zum Nutzen unserer Kunden anbieten."

Trotz der guten Startposition ist die Siemens Dematic von der sich abschwächenden Weltkonjunktur im Elektronik- und Telekommunikationsmarkt betroffen. Insbesondere sind massive Investitionsrückgänge im E-Commerce - vor allem auf dem amerikanischen Markt - zu verzeichnen. Siemens Dematic liefert in diesen Markt Lösungen für das sogenannte "E-Fulfillment", die Schnittstelle zwischen Aufträgen, die über das Internet eingehen und deren Abwicklung. "Wir werden durch den Aufbau effizienter und schlanker Strukturen den Herausforderungen unserer Märkte begegnen und als schlagkräftigster Komplett-Anbieter von Logistiklösungen auf dem Weltmarkt unsere Positionen ausbauen", bekräftigte Straub. Siemens Dematic hat aus diesem Grunde eine Produktivitäts- und Wachstumsinitiative mit dem Namen "Star Excellence Program" gestartet, dass den langfristigen Erfolg des Unternehmens gewährleisten soll.

Trotz der abgeschwächten Wachstums- und Ergebnisentwicklung ergibt sich für die Siemens Dematic im ersten Halbjahr (Oktober 2000 bis März 2001) ein rechnerischer Umsatz von 2,61 Mrd. EUR, ein Auftragseingang von 2,87 Mrd. EUR und ein Ergebnis (EBITA) von 193 Mio. EUR.

Das Unternehmen ist in drei Geschäftsgebiete und zwei selbständigen Einheiten aufgestellt:

"Material Handling Automation", mit Sitz in Grand Rapids, Michigan (USA) und Offenbach. Hier wurden die allgemeinen Logistik-Automatisierungslösungen von Siemens PL und Mannesmann Dematic zusammengeführt. In den USA hält
Material Handling Automation mit der vormaligen Rapistan Systems die Marktführerschaft im Bereich Logistikautomatisierung. Das neue Geschäftsgebiet realisiert eine breite Palette von Systemlösungen von Distributionszentren bis hin zu Gepäcksortieranlagen für Flughäfen.

"Postal Automation"‚ bestehend aus der ehemaligen Siemens ElectroCom L.P. Arlington/Texas (USA) sowie der Siemens ElectroCom GmbH & Co., Konstanz.
Diese beiden Firmen wurden im Rahmen der Neuaufstellung in die Siemens Dematic AG integriert. Das Geschäftsgebiet ist Spezialist für Systeme und Anlagen zur Briefsortierung.

"Electronics Assembly Systems" mit Sitz in München, das Systeme und Automatisierungslösungen insbesondere für die Elektronikfertigung liefert.

Zwei Gesellschaften, die unter der starken Marke "Demag" in eigener Rechtsform aufgestellt wurden:

"Demag Cranes & Components GmbH" (Wetter/Ruhr), und "Demag Mobile Cranes GmbH", Zweibrücken.

Alle Geschäftsgebiete tragen in etwa in gleichwertigen Umsatzanteilen zum Gesamtumsatz des neuen Unternehmens bei, wobei Material Handling Automation das Schwergewicht bildet.

Straub zielt für die Zukunft vor allem auf eine Wertsteigerung durch die Nutzung der immensen Wissensbasis des Unternehmens. Siemens Dematic kann unter anderem aus der Erfahrung von rund 21.000 Mitarbeitern schöpfen, die 14.500 Briefsortiersysteme eingerichtet, eine halben Million Motoren und Getriebe gebaut und 10.000 Systeme zur Leiterplattenbestückung in der Elektronikindustrie installiert sowie über 5.000 Patente angemeldet haben. "Unser Wissen ist unser größtes Kapital", bekräftigt Straub, "und wir sind dabei, dieses Potential konsequent zu heben."

Ansprechpartner:

Siemens Dematic AG
Press and Public Relations
Postfach 48 48
90327 Nürnberg

Franz Friese
Tel.: +49 911 895-5217
Fax: +49 911 895-5215
E-Mail: http://www.siemens.de/page/franz.friese@nbgm.siemens.de

Winfried Wittmann
Tel.: +49 911 895-5216
Fax: +49 911 895-5215
E-Mail: http://www.siemens.de/page/winfried.wittmann@nbgm.siemens.de

Pressestelle |

Weitere Berichte zu: Logistikautomatisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung legt weiter zu
29.05.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Graphen ohne das Anlegen störender elektrischer Kontakte zu charakterisieren. Damit lassen sich gleichzeitig der Widerstand und die Quantenkapazität von Graphen sowie von anderen zweidimensionalen Materialien untersuchen. Dies berichten Forscher vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel im Wissenschaftsjournal «Physical Review Applied».

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen. Es ist transparent, härter als Diamant, stärker als Stahl, dabei aber flexibel und ein deutlich...

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

30.05.2017 | Physik Astronomie

Riesenfresszellen steuern die Entwicklung von Nerven und Blutgefäßen im Gehirn

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Nano-U-Boot mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie