Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

High-Tech Masterplan der Bundesregierung schafft mehr Chancen für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland

04.02.2004


Clement und Bulmahn: Die technologische Leistungsfähigkeit des innovativen Mittelstands wird entscheidend gestärkt

Die Bundesregierung verbessert die Rahmenbedingungen für Gründungen kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU) in Deutschland. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, und der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, stellten heute im Kabinett die Initiative "Innovationen und Zukunftstechnologien im Mittelstand - High-Tech Masterplan" im Rahmen der Innovationsoffensive der Bundesregierung vor. Kernpunkte sind ein verbesserter Zugang zu Wagniskapital und neue Modelle der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Forschung und KMU.

"Der High-Tech Masterplan ist eine weitere Maßnahme der Innovationsoffensive der Bundesregierung. Damit stärken wir die technologische Leistungskraft des Mittelstandes. Er ist das Rückgrat der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland", erklärten Clement und Bulmahn. Mehr als 200.000 mittelständische Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungen zählen in Deutschland zu den innovativen Unternehmen. Rund 35.000 davon betreiben kontinuierlich Forschung und Entwicklung.

"Mit der Initiative setzen wir die Reformpolitik der Bundesregierung für neue und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze fort", sagte Clement. "Die Initiative enthält als wichtiges Element den gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds EIF geschaffenen Dachfonds für Beteiligungskapital. Mit insgesamt 500 Millionen Euro wollen wir wieder mehr jungen High-Tech-Unternehmen Finanzierungsmöglichkeiten für ihre innovativen Ideen eröffnen. Damit sollen in den nächsten fünf Jahren für diese Unternehmen zusammen mit privaten Mitteln insgesamt bis zu 1,7 Milliarden Euro mobilisiert werden. In unserem Innovationskonzept erhalten dabei gerade die neuen Länder weiter hohe Priorität."

Mit dem High-Tech Masterplan werden die steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapitalfonds durch eine klare Abgrenzung von gewerblichen und vermögensverwaltenden Fonds deutlich verbessert. Der erhöhte Gewinnanteil von Fondsinitiatoren (der "carried interest") soll zukünftig nach einer bundeseinheitlichen und international wettbewerbsfähigen Regelung besteuert werden.

Bundesministerin Bulmahn: "Mit der Initiative verbessern wir die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Hierzu setzen wir den Aufbau professioneller Strukturen zur Patentverwertung in der öffentlichen Forschung fort und binden kleine und mittlere Unternehmen verstärkt in Netzwerke der Spitzenforschung ein. Darüber hinaus forcieren wir Ausgründungen innovativer Unternehmen aus der öffentlichen Forschung und werden ein Konzept zur Stärkung der Gründungskultur in Deutschland vorlegen".

Außerdem werden wichtige Förderprogramme des Bundes wie "PRO INNO" und die "Industrielle Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF)" flexibler und effizienter gestaltet und die Breitenwirkung der Förderung verbessert.

Abschließend erklärten Bulmahn und Clement: "Die Vernetzung von kleinen und mittleren Unternehmen mit der Wissenschaft ist für die Unternehmen eine wesentliche Voraussetzung zur Verbesserung ihrer technologischen Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit. Deswegen stellen wir kleinen und mittleren Unternehmen ein klar strukturiertes Förderangebot zur Verfügung, mit dem wir gezielt Forschungskooperationen mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützen. Einfachere Abläufe und eine bessere Beratung werden den Zugang zu diesen Programmen erleichtern".

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.kmu-info.bmbf.de
http://www.bmwa.bund.de

Weitere Berichte zu: Bulmahn High-Tech Masterplan

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie