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Biomedizin: Innovationsschub durch Mikro- und Nanotechnik erwartet

08.05.2001


In den nächsten zehn Jahren werden sich die medizinischen Möglichkeiten bei der Diagnose, Therapie, Prothetik oder bei der Bekämpfung von Erbkrankheiten rasant verbessern. Das meint eine große Mehrheit von Experten aus
Wissenschaft und Industrie, die vom VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik befragt wurden. Anlass für diese positive Einschätzung gibt die Entwicklung der Mikro- und Nanotechnologien. 91 % der Befragten gehen nach der VDE-Studie "Mikrotechniken 2010" davon aus, dass insbesondere die Bio- und Medizintechnik von diesem Innovationsschub profitieren werden.

Mehr als die Hälfte der Experten geben auch Szenarien eine Zukunft, die gestern noch wie Science Fiction anmuteten. So könnten z.B. mikroelektronische Kommunikationszentren - sogenannte "Body Area Networks" - direkt am Körper des Menschen "installiert" werden. In einem solchen Netzwerk würden Display und Chipkarte in einer "Smart Watch" Platz finden, um beispielsweise Diagnosedaten von Sensoren oder Biochips zu verarbeiten. Die nötige Energie zum Systembetrieb könnte man ganz nebenbei selbst produzieren: über einen "Mikro-Kraftwerk"-Chip in der Schuhsohle, der die Energie des Fußtritts umwandelt und das System mit Strom versorgt.

Um auch in der Medizintechnik ein Kompetenzzentrum für biologische und medizinische Technik schaffen, das erstmals Ingenieur- und Naturwissenschaften mit der Medizin vereint, haben sich der VDE (34.000 Mitglieder), unter dessen Dach die DGBMT (600 Mitglieder) jetzt eine eigene Fachgesellschaft bildet, zusammen geschlossen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Chancen der Elektronik und Informationstechnik für künftige Entwicklungen der Medizintechnik zu nutzen.

Sie finden die VDE-Studie "Mikrotechniken 2010" auf der Homepage www.vde.com >GMM.

Selbstverständlich senden wir Sie Ihnen auch kostenlos zu:
VDE
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Fax 069-631 29 25
E-Mail service@vde.com

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