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Deutschland im Dezember weiter Spitzenreiter beim Produktivitätswachstum

15.01.2004


Index nahe am Sechs-Jahres-Hoch / Deloitte EU-Produktivitäts-Index

Dies ist der erste Bericht zum Deloitte EU-Produktivitäts-Index, den NTC Research exklusiv für Deloitte erstellt. Der Index leitet sich aus den Produktions-Indizes der einzelnen Purchasing Managers’ Indizes(R) (PMI(R)) ab, die bei den Umfragen zu den Geschäftsbedingungen unter 5000 Unternehmen aus ganz Europa ermittelt werden.

Ein Indexwert von 50 signalisiert keine Veränderung der Produktivität gegenüber dem Vormonat, ein Wert über 50 kennzeichnet Wachstum und ein Wert unter 50 einen Rückgang der Produktivität. Je größer die Differenz zum Referenzwert von 50, desto größer ist die Veränderung. Alle Daten sind saisonbereinigt.

Ergebnissen der aktuellen Umfrage zufolge verzeichnete das Wachstum der Arbeitsproduktivität in der Eurozone im Dezember die höchste Zuwachsrate seit Umfragebeginn im Januar 1998. Mit dem aktuellen Anstieg auf 56.8 nach 56.6 im November blieb der Deloitte EU-Produktivitäts-Index nicht nur - wie schon in den vergangenen zwei Jahren - deutlich über der Wachstumsschwelle von 50. Die Zuwachsrate, die schon seit Mai kontinuierlich stieg, hat sich damit ein weiteres Mal verstärkt.

Die Produktivitätszuwächse im Dezember waren hauptsächlich das Resultat der kräftigen Produktionssteigerungen in der gesamten Eurozone, während die Beschäftigung weiter leicht abnahm. Dieser Trend - Produktionssteigerungen bei größtenteils anhaltender Zurückhaltung der Unternehmen, neues Personal einzustellen - hat in dieser frühen Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs zum Produktivitätswachstum beigetragen.

Stärkster Produktivitätszuwachs in Deutschland

Der Anstieg der Produktivität hatte durch die Produktivitätszuwächse in den drei wichtigsten europäischen Ländern, die in die Berechnung des Index einfließen, eine breite Basis. Spitzenreiter war hier Deutschland, aber auch Großbritannien, Frankreich und Italien verbuchten im Dezember Zuwächse (wobei die Zuwachsrate in Italien doch beträchtlich hinter der Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs zurückblieb). Darüber hinaus beschleunigte sich das Produktivitätswachstum in Deutschland, Großbritannien und Frankreich so stark wie noch nie seit Beginn der Umfragen vor sechs Jahren.

Gesundheitssektor mit den stärksten Produktivitätszuwächsen

Der Deloitte EU-Produktivitäts-Index misst nicht nur die Arbeitsproduktivität auf nationaler Ebene, sondern liefert auch genaue sektorenspezifische Daten für die gesamte Europäische Union. So verbuchte der Gesundheitssektor im letzten Monat des Jahres 2003 das kräftigste Produktivitätswachstum, gefolgt vom Bankensektor. Gleichzeitig kam es im Pharmazeutischen Bereich zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitsproduktivität, so dass dieser Sektor das Schlusslicht der Rangliste blieb.

Joerg Schiele, verantwortlicher Partner für den Bereich Human Capital Services bei Deloitte Deutschland und Mitglied des Internationalen Management Teams Human Capital Services, sagte zu den Ergebnissen der Novemberumfrage: "Der neue Produktivitäts-Index bietet die aktuellsten Informationen zur Entwicklung der Arbeitsproduktivität in der Eurozone. Hierzu gab es bislang keinerlei Informationen. Der Index zeigt, dass die europäischen Unternehmen die Produktivität ihrer Arbeitskräfte weiter konsequent erhöhten und dadurch im internationalen Umfeld an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen haben. Dies gilt insbesondere für Deutschland, wo das Wachstum der Arbeitsproduktivität das der anderen wirtschaftlich bedeutenden Länder Großbritannien, Frankreich und Italien im Dezember übertraf. Tatsächlich lag die Wachstumsrate der Arbeitsproduktivität in Deutschland nur unwesentlich unter der des Vormonats, dem stärksten Monat seit Beginn der Umfrage. Der Wermutstropfen ist, dass die Produktivitätsgewinne in hohem Maß durch Abbau oder Verlagerung von Arbeitsplätzen erzielt wurden."

Die unten stehenden Grafiken zeigen den EU-Produktivitäts-Index nach Sektoren (schwarze Linie) im Vergleich zum EU-Gesamt-Index (graue Linie). Ein Wert von 50.0 bedeutet keine Veränderung zum Vormonat, über 50 ist ein Wachstum, unter 50 ein Rückgang der Produktivität zu verzeichnen.



Pressekontakt:


Deloitte Deutschland:
Antonia Wesnitzer,
Pressereferentin,

Tel.: +49 (0) 89 29036 8825,
Email: awesnitzer@deloitte.de

Deloitte:
Eleanor Hughes,
Public Relations Manager,
Tel.:+44 (0) 20 7303 0514,
Email: ehughes@deloitte.co.uk

NTC Research (technical/data queries):
Richard Harding,
Tel: +44 (0)1491 418616.

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Weitere Informationen:
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=517938

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