Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sanierung aus der Insolvenz: Widerspruch oder Chance?

13.01.2004


Rund 40.000 Unternehmen in Deutschland konnten 2003 den Forderungen ihrer Gläubiger nicht mehr nachkommen und mussten Insolvenz anmelden. In den meisten Fällen endete die Insolvenz mit der Liquidation des Unternehmens.

Ökonomisch betrachtet stellt die Zerschlagung eines Unternehmens eine erhebliche Wertvernichtung dar. Denn der Zerschlagungswert, der unter Zeitdruck erzielt wird, fällt in der Regel wesentlich geringer aus als der eigentliche Vermögenswert, der sich unter dem Aspekt der Fortführung des Unternehmens errechnet.

Um dieser Wertvernichtung entgegenzutreten hat der Gesetzgeber bereits am 1. Januar 1999 - im Zuge der neuen Insolvenzordnung - mit dem Insolvenzplanverfahren und der Eigenverwaltung im Regelverfahren zwei Instrumente installiert, die einem angeschlagenen Unternehmen auch unter Insolvenzbedingungen Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen.

Leider werden - besonders in mittelständischen Unternehmen - die Chancen, die eine Sanierung aus der Insolvenz mit sich bringen kann, gar nicht oder viel zu spät erkannt. Anstatt bei den ersten Krisenanzeichen die richtigen strategischen Weichen zu stellen, wartet das Management ab und gibt Durchhalteparolen aus. Dabei wird in einem fort Liquidität vernichtet. Nach Stellung des Insolvenzantrages bleibt dem vorläufigen Insolvenzverwalter dann kaum genug finanzieller Handlungsspielraum, um die Geschäfte fortzuführen.

Für die Sanierung von Unternehmen gibt es kein Patentrezept. So individuell wie der Geschäftemix und die Struktur jedes Unternehmens, so individuell ist auch die Zusammensetzung der Sanierungsinstrumente. Die Berater der Münchner Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner GmbH sprechen deshalb von einer "gestaltenden Sanierung".

Die "gestaltende Sanierung" legt die Werttreiber frei und ermöglicht so auch unter Insolvenzbedingungen stabile Unternehmenswerte. Ziel ist es, durch Re-Konfiguration sinnvolle Geschäfte kontrolliert fortzuführen, wesentliche Unternehmensteile dauerhaft zu erhalten oder höhere Veräußerungserlöse zu erzielen.

Dabei zeigt die "gestaltende Sanierung" nicht nur Gestaltungsoptionen im Rahmen des Insolvenzverfahrens auf, sondern kann - im Vorfeld der Insolvenz eingesetzt - eine Insolvenz verhindern oder in Vorbereitung auf eine Insolvenz die richtigen Weichen stellen.

Weitere Informationen zur "gestaltenden Sanierung" können bei Melanie Kellner, kellner@wieselhuber.de als pdf angefordert werden.

Melanie Kellner | Wieselhuber & Partner

Weitere Berichte zu: Insolvenz Insolvenzbedingung Wertvernichtung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index dreht wieder leicht ins Plus
23.05.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Indikator: Konjunkturampel schaltet von „gelb“ auf „grün“
16.05.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

RWI/ISL-Containerumschlag-Index dreht wieder leicht ins Plus

23.05.2018 | Wirtschaft Finanzen

Wenn Korallen Plastik fressen

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Ventile für winzige Teilchen

23.05.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics