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Starker Euro keine Konjunkturbremse

17.12.2003


Die Postbank sieht in einem starken Euro keine Gefahr für das Exportwachstum und die gerade begonnene Konjunkturerholung in Deutschland. Die heimische Wirtschaft dürfte vor allem im Schlepptau der weltwirtschaftlichen Belebung an Fahrt gewinnen. Die Volkswirte der Bonner Bank erwarten den Euro auf Jahressicht bei 1,20 gegenüber dem US-Dollar.

Der Euro hat seit Anfang letzten Jahres um fast 37 Prozent auf 1,23 US-Dollar aufgewertet. Im gleichen Zeitraum stieg der handelsgewichtete Außenwert des Euro um 16 Prozent. Damit hat sich die preisliche Wettbewerbsposition der deutschen Wirtschaft gegenüber den Staaten außerhalb der Eurozone grundsätzlich verschlechtert. Dennoch: Dank steigender Exporte hat die deutsche Wirtschaft die Konjunkturwende im 3. Quartal geschafft. Mit einem Anstieg gegenüber dem Vorquartal von 3,2 Prozent zogen die Exporte rasant an.

Eine weitere extreme Euro-Aufwertung könnte der Konjunktur in Deutschland schaden. Die Volkswirte der Postbank halten dies aber nicht für wahrscheinlich. Sie erwarten zwar kurzfristig eine Aufwertung des Euro in Richtung 1,25 US-Dollar. Danach dürfte er sich aber bei 1,20 US-Dollar einpendeln, da die hohe Wachstumsdifferenz der USA gegenüber dem Euroraum gegen eine weitere Aufwertung des Euro spricht. Nach einem schwachen Wachstum der deutschen Exporte von 1,5% in diesem Jahr, rechnet die Postbank für 2004 mit einem Zuwachs von 5,1 Prozent. Die Exporte bleiben ein wichtiger Wachstumsmotor.

Die vollständigen "Postbank Perspektiven" für den November und zurückliegende Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research



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Joachim Strunk
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